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Forscher sind auf der Suche nach einem Weg, um Diäten erfolgreich zu gestalten.

Zum Jahresbeginn sagen viele Menschen überflüssigen Kilos den Kampf an.
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Fr. 03. Januar 2020

Körperwärme als Schlüssel zum Abnehmen

Die Körpertemperatur im Gehirn zu regulieren, könnte ein Trick für erfolgreiche Diäten sein, so eine neue Studie aus Kalifornien. Wenn die Wissenschaftler bei Mäusen einen Gehirnrezeptor blockierten, der normalerweise die Körperwärme steuert, dann verloren die Tiere stärker an Gewicht.

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Ein Großteil der Energie, die wir täglich mit der Nahrung aufnehmen, wird in Körperwärme umgesetzt. In schlechte Zeiten mit Nahrungsknappheit passt sich der Körper an, indem er die Körpertemperatur senkt. Professor Bruno Conti vom Scripps Research Institute in La Jolla erklärt: "Das ist ein grundlegender Überlebensmechanismus. Der Körper sagt: Lass uns heute Energie sparen, vielleicht finden wir morgen etwas zu essen."

Diese Senkung der Körpertemperatur macht den Erfolg mancher Diät zunichte, aber Conti und sein Team haben den Mechanismus dieser Reaktion aufgeklärt und festgestellt, dass ein bestimmter Rezeptor im Gehirn die Körperwärme bei Diät reguliert. Wurde dieser Rezeptor bei schlanken Mäusen, die schon sechs Wochen auf Diät waren, blockiert, so nahmen die Tiere weitere sechs Prozent an Körpergewicht ab, während Tiere aus der Kontrollgruppe sich an die neue Ernährung angepasst hatten und ihr Gewicht nicht weiter veränderten.

Entdeckung könnte Diäten unterstützen

Ähnliche Ergebnisse wurden mit dicken Mäusen erzielt: Wenn der Rezeptor während der Diät blockiert wurde, nahmen sie fast doppelt so viel ab wie gewöhnlich. Wenn die Tiere jedoch normal gefüttert wurden, zeigte sich keinerlei Wirkung.

Diese Entdeckung könnte zu einem Medikament führen, das Menschen darin unterstützt, bei einer kalorienreduzierten Diät an Gewicht zu verlieren. Deshalb plant Conti, vorhandene Medikamente zu testen, von denen bekannt ist, dass sie den Rezeptor blockieren. "Die Mittel für die Interaktion mit diesem Mechanismus sind möglicherweise bereits verfügbar, und falls wir sie finden, können sie möglicherweise schnell als Medikament angewendet werden."

ZOU

Quelle: DOI 10.1016/j.cub.2019.10.027

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