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Die Sterberate bei Krebs nimmt stetig ab.

Die Vorsorge- und Therapiemöglichkeiten bei vielen Krebsarten haben sich in den vergangenen Jahren deutlich verbessert.
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Mo. 13. Januar 2020

Krebs: Sterberate nimmt stetig ab

Der Jahresbericht der Amerikanischen Krebsgesellschaft zeigt, dass die Sterberate bei Krebs von 1991 bis 2017 in den USA um 29 Prozent zurückging. Allein zwischen 2016 und 2017 gab es einen Rückgang von 2,2 Prozent – den größten jemals gemeldeten Wert in einem Jahr.

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Der stetige Rückgang innerhalb von 26 Jahren war auf die vier häufigsten Krebserkrankungen an Lunge, Darm, Brust und Prostata zurückzuführen. Im letzten Jahrzehnt (Daten von 2008 bis 2017) sank die Sterblichkeitsrate durch Krebs jährlich um durchschnittlich 1,5 Prozent. Im Gegensatz dazu hat sich die Sterblichkeit für alle anderen Todesursachen nicht geändert.

Besonders erfreulich: Die Sterblichkeitsraten bei Lungenkrebs sind besonders in den letzten Jahren deutlich gesunken, bei Männern seit 1990 um 51 Prozent und bei Frauen seit 2002 um 26 Prozent. Dennoch sterben an Lungenkrebs mehr Menschen als an Brust-, Prostata- und Darmkrebs zusammen.

Neue Krebstherapien haben Erfolg

Neue Behandlungsmöglichkeiten wie die Immuntherapie führen dazu, dass an Hautkrebs seit etwa zehn Jahren deutlich weniger Menschen sterben als zuvor. Auch bestimmte Formen von Blutkrebs sind heute sehr viel besser behandelbar: Die 5-Jahres-Überlebensrate für chronische myeloische Leukämie stieg von 22 Prozent Mitte der 1970er Jahre auf 70 Prozent bei den zwischen 2009 und 2015 diagnostizierten Patienten. In vielen Fällen haben die Patienten inzwischen eine nahezu normale Lebenserwartung.

Viele junge Frauen sterben an Gebärmutterhalskrebs

Weniger erfreulich ist jedoch, dass dem Bericht zufolge in den USA 2017 jede Woche zehn Frauen im Alter von 20 bis 39 Jahren vorzeitig durch Gebärmutterhalskrebs gestorben sind – einer Krebsart, der etwa durch eine HPV-Impfung vorgebeugt werden kann. Mit Ausnahme von Gebärmutterhalskrebs und Gebärmutterkrebs hat sich seit Mitte der 1970er Jahre das Krebsüberleben bei den häufigsten Krebsarten verbessert.

Die Häufigkeit von Krebserkrankungen der Niere, der Bauchspeicheldrüse, der Leber, der Mundhöhle und Melanomen der Haut nimmt weiter zu. Besonders stark ist der Zuwachs beim Leberkrebs, der jährlich um zwei bis drei Prozent ansteigt. Durch den Einsatz von Darmspiegelungen als Vorsorgeuntersuchung gibt es dagegen deutlich weniger Darmkrebs als zuvor.

ZOU

Quelle: DOI 10.3322/caac.21590

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