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Wer Symptome googelt, fühlt sich anschließend schlechter als vorher.

Wer im Internet nach Krankheitssymptomen recherchiert, bekommt es häufig mit der Angst zu tun.
© iStock.com/nortonrsx

Fr. 21. Februar 2020

Symptome googlen ist schlecht für die Psyche

Viele Menschen befragen bei länger anhaltenden Kopfschmerzen, Bauchweh oder Rückenbeschwerden lieber das Internet, bevor sie einen Arzt aufsuchen. Das ist jedoch nicht unbedingt hilfreich: In einer Studie unter jungen Erwachsenen reichten schon fünf Minuten Internetrecherche, um ihre Besorgnis zu verstärken.

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Für die Studie ließen Wissenschaftler der Universität Köln 79 junge Erwachsene – eine Altersgruppe, die sich in der Regel wenig Sorgen um ihre Gesundheit macht – fünf Minuten lang nach einem persönlichen Symptom im Internet suchen. Schon diese kurze Recherche reichte bei den Studienteilnehmern aus, um anschließend wegen ihrer Symptome stärker beunruhigt zu sein. Besonders ausgeprägt war der Effekt, wenn sie bereits vor der Suche in einer negativen Stimmung waren.

Fast jeder zweite Deutsche sucht im Netz nach Gesundheitsthemen

Nicht nur Webseiten, die gravierende Krankheitsbilder beschrieben, sondern auch solche, die zurückhaltend und moderat über weniger schwerwiegende Krankheiten informierten, steigerten die Besorgnis der Teilnehmer. Demnach führte die Internetsuche nicht dazu, dass sich die Studienteilnehmer hinterher sicherer fühlten.

46 Prozent der Deutschen geben an, sich regelmäßig über Gesundheitsthemen im Internet zu informieren. Ob dies zur Entwicklung von Krankheitsangst – auch Hypochondrie genannt – beträgt, lässt sich aus der durchgeführten Studie jedoch nicht ableiten, dafür wäre eine Langzeitstudie erforderlich.

ZOU

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