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Wer gesund lebt, erkrankt seltener an mehreren Krankheiten.

Wer auf sich und seinen Körper Acht gibt, hat eine größere Chance auf ein langes und gesundes Leben.
© Halfpoint/iStockphoto

Mo. 24. Februar 2020

Gesund leben schützt vor Mehrfacherkrankungen

Rauchen, eine schlechte Ernährung und wenig Bewegung begünstigt Krankheiten wie Typ-2-Diabetes, Herzinfarkt, Schlaganfall oder Krebs. Wie es mit der Entstehung von mehreren Krankheiten auf einmal aussieht, war jedoch weniger gut untersucht. Eine neue Studie mit Personen aus sieben europäischen Ländern zeigt, dass auch hier ein starker Zusammenhang besteht: Je ungesünder der Lebensstil, umso häufiger kommt es zu Mehrfacherkrankungen.

Ein Team von der International Agency for Research on Cancer, einem Krebsforschungsinstitut der Weltgesundheitsorganisation in Frankreich, hat Zusammenhänge zwischen dem Lebensstil und dem Auftreten von mindestens zwei Erkrankungen in einer Person untersucht. Berücksichtigt wurden dabei Krebs, Herz-Kreislauf-Erkrankungen wie Herzinfarkt oder Schlaganfall und Typ-2-Diabetes. Als Lebensstilfaktoren erfassten die Forscher BMI, Rauchen, Alkohol, Sport und Ernährungsgewohnheiten.

Männer sind stärker gefährdet als Frauen

Das Risiko, innerhalb von zehn Jahren an mehreren Krankheiten gleichzeitig zu leiden, betrug bei Männern mit einer gesunden Lebensweise 30 Prozent und bei Frauen 18 Prozent. Mit einer ungesunden Lebensweise erhöhte es sich bei Männern auf 40 und bei Frauen auf 25 Prozent. Wer gesund lebt, vergrößert demnach seine Chance, Mehrfacherkrankungen zu vermeiden.

Alle fünf Lebensstilfaktoren standen – in unterschiedlich starker Ausprägung – mit dem Auftreten der Erkrankungen im Zusammenhang. So war beispielsweise ein hoher BMI stark mit Diabetes, aber weniger stark mit Krebs und Herz-Kreislauf-Erkrankungen assoziiert, während Rauchen besonders zur Entstehung von Erkrankungen des Herz-Kreislauf-Systems beitrug, aber weniger zu Diabetes. Für die Studie wurden 291.778 Personen durchschnittlich 10,7 Jahre lang beobachtet.

ZOU

Quelle: DOI 10.1186/s12916-019-1474-7

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