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Der Hautkontakt wirkt sich sowohl auf das Kind als auch auf die Mutter positiv aus.

Der Hautkontakt wirkt sich sowohl auf das Kind als auch auf die Mutter positiv aus.
© iStock.com/NataliaDeriabina

Fr. 27. März 2020

Hautkontakt fördert die Gehirnentwicklung von Babys

Die Känguru-Methode, bei der direkter Hautkontakt zwischen dem Baby und der Brust eines Elternteils hergestellt wird, fördert bei Frühgeborenen die neurologische Entwicklung. Eine Studie von Forschern der Florida Atlantic University zeigt, dass solch ein Hautkontakt zwischen Mutter und Kind auch bei ausgereiften Neugeborenen positive Effekte hat.

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Die Ergebnisse der Studie zeigten, dass die Anwendung der Känguru-Methode einen Gehirnbereich des Kindes stimulierte, der für Lernen und die Regulation von Emotionen zuständig ist. Mutter und Kind hatten höhere Spiegel des "Kuschelhormons" Oxytocin, das das Bindungsverhalten positiv beeinflusst und sich bei Müttern nach der Geburt positiv auf Depressionen auswirkt. Zudem wurden weniger Stressanzeichen gefunden als bei Mutter-Kind-Paaren aus der Vergleichsgruppe.

"Unsere Ergebnisse aus mehreren Studien zeigen einen Zusammenhang zwischen dem mütterlichen Pflegeverhalten und der Entwicklung der linken Gehirnhälfte, wobei die Wärme und Sensibilität der Mutter größere regulatorische Fähigkeiten und eine sichere Bindung vorhersagen. Zum normalen Zeitpunkt geborene Säuglinge und ihre Mütter profitieren wahrscheinlich von den positiven interaktiven Erfahrungen, die mit der erweiterten Nutzung der Känguru-Methode verbunden sind", sagte Dr. Nancy Aaron Jones.

Während die Mütter der Känguru-Methode zu ihren Kindern über sechs Wochen hinweg täglich mindestens eine Stunde lang direkten Hautkontakt pflegten und ihre Erfahrungen notierten, führten die Mütter der Kontrollgruppe eine normale Säuglingspflege durch und protokollierten die Ernährung der Kinder. Bei allen Mutter-Kind-Paaren wurden die Konzentrationen von Oxytocin und dem Stresshormon Cortisol bestimmt, und zusätzlich wurde bei den Kindern nach drei Monaten die Gehrinaktivität im EEG gemessen.

ZOU

Quelle: DOI 10.1016/j.infbeh.2019.101416

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