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Alkohol erhöht das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen.

Da sehr viele Menschen Alkohol trinken, ist es wichtig, die Risiken genau zu kennen.
© iStock.com/alexsalcedo

Mo. 11. Mai 2020

Alkohol erhöht das Risiko für Schlaganfälle und Durchblutungsstörungen

Schwedische Wissenschaftler haben den Alkoholkonsum auf Zusammenhänge mit dem Auftreten von acht Herz-Kreislauf-Erkrankungen hin untersucht. Das Ergebnis: Je mehr Alkohol konsumiert wird, desto höher ist das Risiko für einen Schlaganfall oder eine Durchblutungsstörung der Extremitäten.

Anhand genetischer Merkmale schätzten die Forscher den Alkoholkonsum von Testpersonen und untersuchten, wie oft es zu bestimmten Herz-Kreislauf-Erkrankungen bei ihnen kam. Es zeigte sich, dass Personen mit einem hohen Alkoholkonsum dreimal so oft an einer Verengung der Arterien litten, die zu einer verminderten Durchblutung der Extremitäten – meist der Beine – führt. Zudem stieg ihr Schlaganfallrisiko um 27 Prozent. Weiter zeigten sich Hinweise auf einen Zusammenhang mit Erkrankungen der Herzkranzgefäße, Herzrhythmusstörungen und einer Erweiterung der Hauptschlagader (Aortenaneurysma).

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Alkohol schädigt die Gefäße im Körper

Die Forscher nehmen an, dass Blutdruckveränderungen durch Alkohol die Ursache für die Gefäßerkrankungen sind. "Ein höherer Alkoholkonsum ist eine bekannte Ursache für Tod und Behinderung. Bisher war jedoch unklar, ob Alkoholkonsum auch eine Ursache für Herz-Kreislauf-Erkrankungen ist. Angesichts der Tatsache, dass viele Menschen regelmäßig Alkohol konsumieren, ist es wichtig, Risiken und Vorteile zu entwirren", sagte Prof. Dr. Susanna Larsson vom Karolinska Institut in Stockholm.

Beobachtungsstudien hatten zuvor bereits durchweg gezeigt, dass ein starker Alkoholkonsum das Risiko für bestimmte Herz-Kreislauf-Erkrankungen erhöht. Solche Studien eigenen sich jedoch im Gegensatz zu dieser genetischen Analyse nicht, um die Ursache herauszufinden, unter anderem, weil die Personen in Befragungen ihren Alkoholkonsum (möglicherweise falsch) selbst einschätzen.

ZOU

Quelle: DOI 10.1161/CIRCGEN.119.002814

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