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Typ-1-Diabetes könnte sich möglicherweise mithilfe einer Impfung vermeiden lassen.

Typ-1-Diabetes tritt vor allem im Kindes- und Jugendalter auf. Die Bauchspeicheldrüse ist dabei nicht mehr in der Lage, ausreichend Insulin zu produzieren.
© Click_and_Phot/iStockphoto

Di. 12. Mai 2020

Kommt eine Impfung gegen Typ-1-Diabetes?

Typ-1-Diabetes ist eine Autoimmunerkrankung, die durch einen Angriff des Immunsystems ausgelöst wird. Ein Teil dieser Attacken wird wahrscheinlich durch Viren hervorgerufen, gegen die Forscher aus Schweden und Finnland jetzt einen Impfstoff hergestellt haben.

Von sechs verschiedenen Stämmen aus der Coxsackie B-Virusfamilie, die Erkältungen und seltener Herzmuskel- oder Hirnhautentzündungen auslösen, wird angenommen, dass sie auch an der Entstehung von Typ-1-Diabetes beteiligt sind. Gegen diese sechs Stämme wurde nun ein Impfstoff hergestellt, der Mäuse vor einem durch Viren hervorgerufenen Typ-1-Diabetes schützt. Dies berichten die Wissenschaftler in der Fachzeitschrift "Science Advances".

Die Forscher testeten den Impfstoff auch an Rhesusaffen, die dem Menschen ähnlicher sind. Bei ihnen wirkte der Impfstoff ebenfalls gut und setzte eine Antikörperproduktion gegen die Coxsackie-Viren in Gang. Die Wissenschaftler werten dies als Zeichen, dass der Impfstoff vor den Viren schützt.

Gefährdete Kinder durch Impfung schützen

Wenn sich der Impfstoff in ersten klinischen Studien als sicher erweist, soll er bei Kindern eingesetzt werden, deren Risiko für Typ-1-Diabetes erblich bedingt erhöht ist. Wenn die Krankheit unter den geimpften Kindern seltener oder gar nicht mehr auftritt, dann wäre bestätigt, dass Coxsackie-Viren ein auslösender Umweltfaktor sind. Prof. Dr. Malin Flodström-Tullberg vom Karolinska Institut sagte: "Es wäre fantastisch, wenn wir die Fälle von Typ-1-Diabetes, von denen wir vermuten, dass sie durch Coxsackie-Viren verursacht werden, verhindern könnten, auch wenn deren genaue Anzahl schwer einzuschätzen ist. Gleichzeitig würde der Impfstoff Schutz vor einigen Erkältungen und Herzmuskelentzündung bieten."

ZOU

Quelle: DOI 10.1126/sciadv.aaz2433

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