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Paare, die sich ein Bett teilen, haben eine höhere Schlafqualität.

Je tiefer die emotionale Verbundenheit in einer Beziehung ist, desto synchroner sind die Schlafphasen.
© iStock.com/gpointstudio

Do. 25. Juni 2020

Paare, die sich ein Bett teilen, schlafen besser

In den meisten Ländern teilen sich Paare ein Bett. Untersuchungen, wie sich dies auf die Schlafqualität auswirkt, sind bislang zu widersprüchlichen Ergebnissen gekommen. Eine neue Studie zeigt nun, dass Paare, die im selben Bett schlafen, ihre Schlafphasen miteinander synchronisieren und mehr träumen.

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Zwölf junge, gesunde Paare verbrachten gemeinsam und getrennt vier Nächte im Schlaflabor. Wenn sie zusammen schliefen, war die Dauer an REM-Schlaf länger und von weniger Unterbrechungen geprägt, als wenn sie einzeln schliefen. Dies berichten die Forscher im Fachblatt "Frontiers". Der REM-Schlaf, der mit schnellen Augenbewegungen und lebhaften Träumen verbunden ist, ist von besonderer Bedeutung, weil er mit der emotionalen Stabilität, dem Gedächtnis, sozialen Interaktionen und der Fähigkeit zu kreativer Problemlösung im Zusammenhang steht.

Je enger die Beziehung, desto synchroner die Schlafphasen

Das Team beobachtete weiter, dass Paare ihre Schlafmuster synchronisieren, wenn sie sich das Bett teilen, wobei dies nichts mit gegenseitigen Störungen zu tun hatte. Diese Synchronisation war positiv mit der Beziehungstiefe verbunden: Je höher die Teilnehmer die Bedeutung ihrer Beziehung in ihrem Leben einordneten, desto stärker war die Schlaf-Synchronisation mit dem Partner. Die Forscher nehmen an, dass es so zu einer positiven Rückkopplung kommt: Das gemeinsame Schlafen verbessert und stabilisiert den REM-Schlaf, was sich positiv auf die sozialen Interaktionen auswirkt und emotionalen Stress reduziert.

Paare, die zusammen schliefen, bewegten sich zudem im Schlaf mehr. Diese Bewegungen störten den Schlaf jedoch nicht. Dr. Henning Johannes Drews vom Zentrum für Integrative Psychiatrie in Lübeck erklärte: "Man könnte sagen, dass ihr Körper beim gemeinsamen Schlafen etwas unruhiger ist, ihr Gehirn jedoch nicht."

ZOU

Quelle: DOI 10.3389/fpsyt.2020.00583

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