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Reis enthält giftiges Arsen, das langfristig Folgen für die Gesundheit hat.

Beim Kochen kann der Arsengehalt gesenkt werden, wenn der Reis gewaschen und in reichlich Wasser gekocht wird, das anschließend abgegossen wird.
© iStock.com/kazoka30

Di. 11. August 2020

Mehr vorzeitige Todesfälle durch Arsen in Reis

Reis ist für einen großen Teil der Weltbevölkerung das wichtigste Grundnahrungsmittel. Er enthält jedoch mehr giftiges Arsen als andere Getreidesorten. Eine aktuelle Studie zeigt nun, dass Reis aufgrund seines Arsengehaltes bei einem langfristig hohen Verzehr zu Tausenden vermeidbaren vorzeitigen Todesfällen pro Jahr führt.

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Weltweit ernähren sich mehr als drei Milliarden Menschen hauptsächlich von Reis. Er enthält jedoch geringe Mengen an Arsen, den die Reispflanze vom Boden über die Wurzeln aufnimmt. Aktuellen Schätzungen zufolge könnte dieser giftige Stoff im Reis über 50.000 vermeidbare vorzeitige Todesfälle pro Jahr verursachen, wie Forscher der Universität Manchester in der Zeitschrift "Science of The Total Environment" berichten.

Die Wissenschaftler zeigten, dass es einen Zusammenhang zwischen Todesfällen durch Herz-Kreislauf-Erkrankungen und dem Verzehr von Reis gibt: Menschen in England und Wales, die zu den 25 Prozent mit dem höchsten Konsum an Reis zählten, hatten demnach ein um sechs Prozent höheres Risiko, an einer Herz-Kreislauf-Erkrankung zu sterben als Menschen, die zu den 25 Prozent mit dem geringsten Konsum zählten.

Arsen ist krebserregend und schädigt Gefäße

Die Forscher führen dies auf anorganisches Arsen im Reis zurück, einem Gift, das in niedrigen Dosen zu Gesundheitsproblemen wie Krebs und Herz-Kreislauf-Erkrankungen führen kann, wenn es über einen längeren Zeitraum hinweg konsumiert wird. Sie raten deshalb dazu, Basmatireis und polierten Reis anstelle von braunem Reis zu verwenden und diesen in viel Wasser zu kochen. Außerdem verweisen sie auf Empfehlungen aus Schweden, die dazu raten, dass Kinder höchstens viermal und Erwachsene höchstens sechsmal pro Woche Reis essen sollten.

ZOU

Quelle: DOI 10.1016/j.scitotenv.2020.140534

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