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Mit Vitaminen und Nährstoffen könnte sich eine Erkältung verkürzen lassen.

Ein Mix aus Vitaminen und Nährstoffen könnte die Dauer einer Erkältung verkürzen und die Symptome mildern.
© iStock.com/Antonio_Diaz

Do. 20. August 2020

Erkältung verkürzen mit Vitaminen und Nährstoffen

Ein grippaler Infekt erwischt uns oft genau dann, wenn wir ihn nicht gebrauchen können. Mit einem Multivitaminpräparat könnte sich die Dauer jedoch verkürzen lassen. Darauf deutet eine kleine Studie der Oregon State University hin.

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Eine Erkältung kommt drei Tage, bleibt drei Tage und geht drei Tage, lautet ein altes Sprichwort. Die Dauer des Infekts könnte sich jedoch möglicherweise verkürzen lassen, wie Forscher aus den USA im Fachblatt Nutrients berichten. In einer Studie mit 42 gesunden Personen zwischen 55 und 75 Jahren zeigte sich, dass Erkältungen schneller verschwanden, wenn täglich ein Multivitaminpräparat eingenommen wurde: Studienteilnehmer, die sich während des 12 Wochen andauernden Beobachtungszeitraums eine Erkältung zugezogen hatten, waren im Durchschnitt nur drei Tage krank. Bei Teilnehmern, die nur ein Placebo bekamen, dauerte der Infekt hingegen mindestens 6 Tage. Außerdem klagten die Patienten in der Multivitamin-Gruppe insgesamt über weniger schwere Symptome als die Placebo-Gruppe.

Das Präparat, das für die Studie verwendet wurde, enthielt folgende Inhaltsstoffe:

  • 1.000 Milligramm Vitamin C
  • 400 internationalen Einheiten (IE) Vitamin D
  • 10 Milligramm Zink
  • 5 Milligramm Eisen
  • 700 Mikrogramm Vitamin A
  • 0,9 Milligramm Kupfer
  • 400 Mikrogramm Folsäure
  • 110 Mikrogramm Selen
  • 45 Milligramm Vitamin E
  • 9,6 Mikrogramm Vitamin B12
  • 6,6 Milligramm Vitamin B6

Erklären lassen könnte sich der Zusammenhang den Forschern zufolge damit, dass gerade ältere Personen oft einen Mangel an Vitaminen und Mineralstoffen hätten, ohne davon zu wissen.

"Die von den Teilnehmern berichteten Unterschiede waren bemerkenswert", sagt Studienautor Adrian Gombart, Professor für Biochemie und Biophysik. Er schränkt jedoch ein, dass an der Studie nur wenige Personen teilgenommen hatten und die Ergebnisse lediglich auf Beobachtungen der Studienteilnehmer beruhten. Daher seien noch weitere Untersuchungen nötig, um den Zusammenhang zu bestätigen.

NK

Quelle: DOI 10.3390/nu12082447

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