Sie sind in: Startseite Aktuelles Forschung Arthritis: Alternative Medizin hoch im Kurs

Aktuelles

Ältere Frau

Besonders Frauen über 60 behandeln ihre Arthritis oder Osteoporose mit alternativer Medizin.
© Techniker Krankenkasse

Mi. 03. August 2011

Frauen mit Arthritis greifen häufiger zu alternativer Medizin

Patientinnen über 60 nutzen oft ergänzende oder alternative Mittel, um ihr Leiden zu behandeln. Das gilt besonders für die zwei chronischen Krankheiten Arthritis und Osteoporose, wie neuste Forschungen zeigen.

Wie häufig Menschen mit chronischen Krankheiten alternative Arzneien nutzen, wollten Dr. Andrew Armstrong von der Universität von Canberra und seine Kollegen wissen. Dazu werteten sie die Daten von 7.800 erwachsenen Australiern aus. Ihr Ergebnis: Etwa 24 Prozent der Dauerpatienten nutzten Nahrungsergänzungsmittel und andere alternative Mittel.

Anzeige

Spitzenreiter waren Frauen über 60. Unter ihnen fanden sich die meisten, die Nahrungsergänzungsmittel, pflanzliche oder homöopathische Arzneimittel einnahmen. Dr. Armstrong und seinem Team fiel allerdings auf, dass jene Frauen oft aus bescheideneren und weniger gebildeten Verhältnissen stammten. Jüngere, wohlhabende Akademikerinnen standen nicht so sehr auf die alternative Medizin.

Weiterhin erkannten die Wissenschaftler, dass vor allem bei Arthritis oder Osteoporose die Alternativen genutzt wurden. Immerhin 40 Prozent der Patienten, die unter dem chronischen Knochenschwund leiden, nahmen die alternativen Mittel zusätzlich oder anstatt der Medikamente, die sie vom Arzt verschrieben bekommen hatten. Bei Asthma, Diabetes und Herzkrankheiten griffen die Menschen nicht so sehr auf die Alternativen zurück.

Wer neben der ärztlichen Behandlung noch freiverkäufliche Arzneimittel einnimmt, bespricht dies am besten mit seinem Arzt oder Apotheker. Zwischen den Medikamenten könnte es zu Wechselwirkungen kommen, die die Wirksamkeit der Therapie erheblich einschränken.

FH

Forschung

Aktuelle Meldungen aus dieser Rubrik

Nüchtern zum Blutabnehmen?

Zur Bestimmung der Blutfettwerte ist es nicht nötig, auf das Frühstück zu verzichten.

Rauchstopp schützt vor Blasenkrebs

Tabak ist der Hauptrisikofaktor für Blasenkrebs. Ein Urologe erklärt, warum das so ist.

Ärzte können Tinnitus erstmals messen

Mithilfe einer neuen Technologie lässt sich die Krankheit und ihr Schweregrad objektiv messen.

Besser schlafen mit Alkohol? Im Gegenteil

Wer vor dem Zubettgehen Alkohol trinkt, schläft deutlich schlechter und wacht häufiger auf.

Protein-Shakes lassen Fett schmelzen

Forscher haben untersucht, ob sich eiweißhaltige Shakes zum Abnehmen eignen.

Erhöhen Eier das Risiko für Diabetes?

Mehr als ein Ei pro Tag zu essen, erhöht möglicherweise die Gefahr für Typ-2-Diabetes.

So überstehen Sie die Corona-Quarantäne

Wer ein Hobby hat, in das er sich restlos vertiefen kann, übersteht die Isolation besser.

Abnehmen halbiert das Diabetes-Risiko

Schon zwei bis drei Kilo weniger machen einen großen Unterschied.

Diabetes vorbeugen heißt Krebs vorbeugen

Gesund essen und Sport treiben: Das schützt nicht nur vor Diabetes, sondern auch vor Krebs.

Denkanstöße versagen häufiger als gedacht

Maßnahmen, die das Verhalten einer Person ändern sollen, versagen überraschend häufig.

Nasenspray könnte vor Covid-19 schützen

Forscher haben ein Nasenspray entwickelt, das 24 Stunden lang vor einer Ansteckung schützt.

Chili sorgt für ein längeres Leben

Ein Inhaltsstoff der Chili könnte das Risiko für Krebs und Herz-Kreislauf-Erkrankungen senken.

Einen Überblick über alle Nachrichten bekommen Sie auf aponet.de unter Aktuelles.

Apotheke finden

Tagsüber
Notdienst
Alle Inhalte
schließen