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Frau und Mann telefonieren mit ihren Handys

Eines von sechs britischen Handys ist mit Fäkalbakterien verunreinigt.
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Mo. 17. Oktober 2011

Fäkalkeime auf britischen Mobiltelefonen

Nicht von der Hand, sondern vom Handy in den Mund? Wenig Appetitliches fanden Forscher auf britischen Mobiltelefonen.

Eines von sechs britischen Handys ist mit Fäkalbakterien verunreinigt. Dies ergab eine Untersuchung von Wissenschaftlern der London School of Hygiene & Tropical Medicine und der Queen Mary Universität von London. Die Quelle der Keime gilt als gesichert: Menschen waschen sich nach dem Gang zur Toilette ihre Hände nicht richtig – und das heißt mit Seife. Mit diesem einfachen Mittel lassen sich bereits viele Krankheitserreger inaktivieren.

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Obwohl 95 Prozent der Befragten versichert hatten, sich – sofern möglich – ihre Hände mit Seife zu waschen, fanden sich auf 92 Prozent der untersuchten Mobiltelefone und 82 Prozent der Hände Darmkeime wie Escherichia coli (E. coli). Gelangen sie mit der Nahrung wieder in den Verdauungstrakt, können sie Magenverstimmungen und Durchfälle auslösen. Besonders gefährdet sind ältere Menschen und Menschen, die durch Vorerkrankungen geschwächt sind.

Studienmitautor Dr. Val Curtis von der London School of Hygiene & Tropical Medicine hofft, dass die Untersuchungsergebnisse die Menschen mahnt, sich nach dem Gang zur Toilette regelmäßig und sorgfältig die Hände zu waschen. Fäkalkeime sind in der Lage, auf Händen und Oberflächen mehrere Stunden zu überleben. Besonders günstige Bedingungen finden sie an warmen Orten vor, die von der Sonne geschützt liegen. Jährlich sterben weltweit rund 3,5 Millionen Kinder unter fünf Jahren an Lungenentzündungen und Durchfallerkrankungen. Einfaches Händewaschen mit Seife unterbindet die Ausbreitung zahlreicher Infektionskrankheiten.

MP

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