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Fünf bis sieben Prozent aller Frauen sind im letzten Drittel der Schwangerschaft von Bluthochdruck betroffen.
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Mo. 15. August 2011

Blutwäsche filtert giftigen Eiweiß-Stoff

Ein neues Blutwäsche-Verfahren schützt Mutter und Kind vor den Gefahren des Bluthochdrucks in der Schwangerschaft, der sogenannten Präeklampsie.

Bei diesem Krankheitsbild kommt es aus noch ungeklärten Gründen bei der Schwangeren zu Bluthochdruck und Flüssigkeitseinlagerungen im Gewebe. Dies kann bei der Mutter zu lebensgefährlichen Blutdruckentgleisungen, Nieren- und Leberversagen, Hirnschwellung und Schlaganfall führen. Die einzige Therapiemöglichkeit besteht momentan darin, das Kind vor der 32. Schwangerschaftswoche auf die Welt zu bringen – mit entsprechenden Risiken für das Kind.

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In einer kleinen Studie mit acht Frauen konnten jetzt deutsche und US-amerikanische Wissenschaftler die Geburt mithilfe einer Blutwäsche um bis zu 23 Tage hinauszögern – ohne das Ungeborene zu schädigen. Dabei filterten die Mediziner einen schädigenden Eiweiß-Stoff aus dem Blut der Schwangeren. Dieses Protein hemmt indirekt die Neubildung von Blutgefäßen und soll Auslöser des Schwangerschafts-Bluthochdrucks sein. Da die Plazenta es nachproduziert, mussten die Schwangeren insgesamt drei- bis viermal zur Blutwäsche.

In der Pilotstudie zeigten die Wissenschaftler lediglich, dass ihr Konzept grundsätzlich funktioniert. Ob es sich für alle Frauen mit Präeklampsie eignet und risikoarm ist, müssen größere Studien zeigen. Fünf bis sieben Prozent aller Frauen sind im letzten Drittel der Schwangerschaft von dem Bluthochdruck betroffen. Die Wissenschaftler von den Unikliniken Leipzig und Köln sowie der Harvard Medical School in Boston veröffentlichten ihre Ergebnisse im Fachjournal "Circulation".

DB / PZ

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