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Kind hält sich die Hand vors Gesicht.

Ständig verstopfte Tränenkanäle können bei Kindern das Risiko für bestimmte Augenkrankheiten erhöhen.
© Katie Little - Fotolia

Fr. 14. Oktober 2011

Verstopfte Tränenkanäle fördern Augenkrankheit

Kinder, die an verstopften Tränenkanälen leiden, erkranken häufiger an der Amblyopie genannten Schwachsichtigkeit. Das haben Forscher der Family Eye Group in Lancaster, USA, herausgefunden. Demnach wird bei betroffenen Kindern 8-mal häufiger die auch "stumpfes Auge" genannte Erkrankung festgestellt.

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Gut 6 Prozent der Kinder werden mit einem verengten Tränenkanal geboren. In der Studie haben die Forscher 375 Kinder untersucht. Dabei fiel auf, dass Kinder unter drei Jahren, die einen verstopften oder verengten Tränenkanal hatten, später häufiger auf dem betroffenen Auge eine Amblyopie entwickeln. Von den 375 Kindern hatten 22 Prozent Risikofaktoren für eine Schwachsichtigkeit – verbunden mit einem 8fach erhöhten Risiko, die Erkrankung auch zu entwickeln. Für die Forscher ist dies mehr als nur ein Zufall. Sie fordern, dass Kinder, die einen verengten Tränenkanal haben, regelmäßig auf die Augenerkrankung hin untersucht werden.

Amblyopie tritt bei etwa 1,6 bis 3,6 Prozent aller Kinder auf. Dabei ist die Sehschärfe eines Auges herabgesetzt. Häufigste Ursache ist ein sogenanntes latentes Schielen. Dabei weicht ein Auge leicht von der Sehachse ab. Um Doppelbilder zu vermeiden, wird die Sehinformation des betroffenen Auges vom Gehirn unterdrückt, was auf Dauer dazu führt, dass dieses Auge schlechter sieht. Um das zu verhindern, muss eine Therapie so früh wie möglich beginnen. Meist werden dabei die Augen im Wechsel zeitweise abgedeckt, um das betroffene Auge zu trainieren. Später erfolgt dann zusätzlich eine Schieloperation. Ab dem 10. bis 12. Lebensjahr ist die Amblyopie in der Regel nicht mehr behandelbar.

KK

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