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Ein Schweinegrippe-Impfstoff ist in Verdacht geraten, bei Jugendlichen das Narkolepsierisiko zu erhöhen.
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So. 24. Juli 2011

Schlafzwang nach Schweinegrippe-Impfung

Der Impfstoff, der vorletztes Jahr als reiner Schweinegrippen-Impfstoff eingeführt wurde, hat bei Jugendlichen unter 20 Jahren ein sechs- bis 13fache erhöhtes Risiko für die Krankheit Narkolepsie gezeigt. Das teilte die Europäische Arzneimittelbehörde EMA mit.

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Die Behörde beruft sich dabei auf Studien aus Schweden und Finnland. Sie gibt deshalb die Empfehlung, den Impfstoff in der genannten Altersgruppe nur dann zu verwenden, wenn ein handelsüblicher Dreifach-Impfstoff gegen Virusgrippe nicht zur Verfügung steht und eine Schweinegrippen-Impfung dringend ist. Für Erwachsene gibt es dieses Risiko offenbar nicht.

Narkolepsie führt zu nicht vermeidbaren Schlafepisoden, also regelrechten Schlafanfällen mehrmals am Tag. Betroffene schlafen dann urplötzlich ein, sind aber aufweckbar, und nach dem Schlafanfall erholt. Mit der Zeit allerdings treten umgekehrt auch plötzliche hellwache Phasen während des Schlafens auf, zusätzlich Spannungsverlust in den Muskeln und sogar Halluzinationen, alles Symptome für eine Hirnschädigung.

Nach Angaben des für das Impfwesen in Deutschland zuständige Paul-Ehrlich-Institut wurde letztes Jahr im Winter nicht der hier diskutierte, sondern ein von dieser Nebenwikrung nicht belasteter Dreifach-Impfstoff verwendet.

JPL

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