Sie sind in: Startseite Aktuelles Forschung Freie Radikale steuern den Appetit

Aktuelles

Kochendes Paar; Appetit, freie Radikale

Gegen überbordenden Appetit könnten freie Radikale helfen - doch sie sind ein zweischneidiges Schwert. Zu viele davon führen zu Zellschäden und Zellalterung.
© mauritius images

Mo. 29. August 2011

Mit freien Radikalen gegen das Hungergefühl

Den Heißhunger bei einer Diät könnten freie Radikale stoppen. Das ist das Ergebnis einer Studie der Universität Yale. Demnach haben die aggressiven Moleküle, die auch mit Alterungsprozessen und Gewebeschäden im Zusammenhang gebracht werden, einen entscheidenden Einfluss auf die Regulierung des Hungergefühls.

Die Forscher untersuchten die Menge freier Radikale im Hirn von Labormäusen. Nach der Nahrungsaufnahme hatten die Tiere besonders hohe Konzentrationen dieser Moleküle in den Nervenzellen, die das Hungergefühl steuern.

Anzeige

Bei Mäusen, die durch übermäßige Nahrungsaufnahme an Gewicht zugelegt hatten, konnten die Forscher nachweisen, dass die freien Radikale im Gehirn durch körpereigene Schutzstoffe neutralisiert wurden. Diese werden Peroxisomen genannt. Normalerweise verhindern sie Zellschäden und halten Alterungsprozesse auf. Wirken die Peroxisomen in den Nervenzellen, die das Hungergefühl beeinflussen, fressen die Mäuse hemmungslos, da sich bei ihnen kein Sättigungsgefühl einstellt.

Freie Radikale sind ein zweischneidiges Schwert: Sind zu wenige vorhanden, bleibt ständig ein Hungergefühl. Zu viele führen jedoch zu Zellschäden und Zellalterung – gerade im Gehirn kann das schwerwiegende Folgen haben. Therapeutisch kann man freie Radikale daher nicht ohne weiteres einsetzen. Weitere Studien sollen nun zeigen, ob es Möglichkeiten gibt, das Hungergefühl zu regulieren, ohne die Konzentration der freien Radikale im Gehirn dauerhaft zu erhöhen.

KK

Forschung

Aktuelle Meldungen aus dieser Rubrik

Metformin könnte vor Demenz schützen

Das bekannte Diabetes-Medikament schützt möglicherweise auch vor geistigem Verfall.

Tabak: 1,9 Millionen Herztode pro Jahr

20 Prozent aller Todesfälle durch die koronare Herzkrankheit gehen auf das Konto von Tabak.

Senioren sind heutzutage fitter

Vor 30 Jahren waren ältere Menschen lange nicht so leistungsfähig wie heute.

Gesund Essen ist wichtiger als der BMI

Eine gesunde Ernährung ist für die Gesundheit wichtiger, als die Zahl auf der Waage.

Schwangerschaft verzögert MS

Bei Frauen, die ein Baby kriegen, treten Symptome einer Multiplen Sklerose erst später auf.

Medikament gegen Magersucht

Ein Leptin-haltiges Arzneimittel könnte Patienten helfen, die unter einer Essstörungen leiden.

7 Punkte senken den Blutdruck

Wer sie im mittleren Alter beherzigt, hat später ein deutlich niedrigeres Risiko für Bluthochdruck.

Wie ähnlich sind sich Depression und Angst?

Immunsystem und Fettstoffwechsel der Patienten zeigen deutliche Unterschiede.

Weniger Kalorien, längeres Leben

Wie die Ernährung und die Körpertemperatur die Lebensdauer beeinflussen.

Achtsames Atmen gegen Bluthochdruck

Langsames und bewusstes Atmen mildert Stress und könnte auch den Blutdruck senken.

Sprachtherapie nach Schlaganfall

Eine neue Studie zeigt, dass eine kurze und intensive Therapie nicht unbedingt die beste ist.

Schadet Bluthochdruck dem Gehirn?

Hohe Blutdruck- und Blutzuckerwerte könnten die Denkgeschwindigkeit verlangsamen.

Einen Überblick über alle Nachrichten bekommen Sie auf aponet.de unter Aktuelles.

Apotheke finden

Tagsüber
Notdienst
Alle Inhalte
schließen