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Frau mit geschlossenen Lippen ohne Herpes

19 von 20 Mitteleuropäern hatten bereits Kontakt mit dem Herpes-Erreger, allerdings bekommt längst nicht jeder die schmerzhaften Bläschen auf Lippe und Mundschleimhaut.
© mauritius images

Fr. 28. Oktober 2011

Lippenherpes ist eine Frage der Gene

Die große Mehrheit aller Menschen ist mit Herpes-Viren infiziert. Warum nicht jeder davon Lippenherpes bekommt, haben nun US-amerikanische Wissenschaftler herausgefunden. Der Schlüssel dafür liegt im Erbgut der Menschen. Mehrere Gen-Varianten beeinflussen, wie häufig Herpes-Schübe auftreten und wie stark die Beschwerden ausfallen.

Bei Fieber, nach starker Sonneneinstrahlung oder bei Ekelgefühl blüht der Lippenherpes so richtig auf. Auslöser ist das Herpes-simplex-Virus, das stark verbreitet ist. Immerhin 19 von 20 Mitteleuropäern hatten bereits Kontakt mit dem Erreger, allerdings bekommt längst nicht jeder die schmerzhaften Bläschen auf Lippe und Mundschleimhaut.

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Wissenschaftler der Utah School of Medicine in Salt Lake City und der University of Massachusetts Medical School in Worcester in den Vereinigten Staaten untersuchten dazu eine bestimmte Region auf dem Erbgut von 618 Testpersonen. Dabei scheint das Gen C21orf91 auf Chromosom 21 bei der Entstehung des Lippenherpes eine besondere Rolle zu spielen. Menschen, die dieses Gen tragen, sind häufiger von Lippenherpes betroffen und vererben diese Empfänglichkeit auch.

Noch müssen diese Ergebnisse durch größere Studien an mehr Testpersonen bestätigt werden. Dann könnten sie aber Möglichkeiten zur Entwicklung neuer und gezielter Medikamente gegen Lippenherpes eröffnen.

KK

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