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Nach Ansicht von Forschern ist es äußerst wichtig, dass sich werdende Mütter gegen die Schweinegrippe impfen.
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Sa. 22. Oktober 2011

Mit Schweinegrippe mehr Totgeburten

Mütter, die sich mit Schweinegrippe angesteckt haben, haben ein höheres Risiko für eine Totgeburt. Demnach traten Todesfälle bei Babys fünfmal öfter auf, wenn sich Frauen mit dem im Jahr 2009 besonders häufigen H1N1-Grippevirus infiziert hatten. Auch das Risiko für Frühgeburten war erhöht. Das ist das Ergebnis einer Studie der Oxford University in Großbritannien.

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Für die Studie erfassten die Wissenschaftler die Daten von allen schwangeren Frauen, die zwischen September 2009 und Januar 2010 wegen einer Schweinegrippe in Großbritannien ins Krankenhaus eingewiesen wurden. Von den 256 werdenden Müttern hatten sieben eine Totgeburt, drei weitere Kinder starben kurz nach der Geburt. Hochgerechnet auf 1.000 Schwangerschaften bedeutet dies, dass 39 Kinder vor oder kurz nach Geburt versterben, wenn die Mutter an Schweinegrippe erkrankt ist. Normalerweise, also bei nicht-infizierten Müttern, liegt die Rate der Totgeburten bei 7 von 1000 Schwangerschaften.

Nach Ansicht der Forscher sprechen die Ergebnisse der Studie dafür, wie wichtig es ist, werdende Mütter gegen die Grippe zu impfen. Dadurch würden sich nicht nur die Schwangeren selbst schützen, sondern auch ihre ungeborenen Kinder. Die saisonale Grippe hänge normalerweise zwar nicht mit einer erhöhten Rate an Totgeburten zusammen. Allerdings würden die Ergebnisse der Studie dafür sprechen, wie gefährlich eine Grippe sowohl für die werdende Mutter als auch das Kind sein könne. Die Impfrate unter Schwangeren sei mit rund 36 Prozent nach Ansicht der Forscher daher deutlich zu niedrig.

KK

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