Sie sind in: Startseite Aktuelles Forschung Grippeimpfung hilft Kleinkindern

Aktuelles

Kind

Seit in den USA die Grippeimpfung auch für Kinder im Vorschulalter empfohlen wird, sind Grippenotfälle um gut 34 Prozent zurückgegangen.
© mauritius images

Do. 22. September 2011

Impfung beugt bei Kindern Grippenotfällen vor

Um gut 34 Prozent sind Grippenotfälle bei Kindern in den Vereinigten Staaten zurückgegangen, seit dort die Grippeimpfung auch für Kinder im Vorschulalter empfohlen wird. Das ist das Ergebnis einer Untersuchung von Wissenschaftlern des Children’s Hospital in Boston (USA). Dabei ging die Rate der schweren Grippeverläufe nicht nur bei den Vorschulkindern selbst zurück, sondern auch bei älteren Kindern.

Im Jahr 2006 hat die für Impfempfehlungen zuständige Behörde US Advisory Committee on Immunization Practices angeregt, nicht nur Kleinkinder zwischen 6 und 23 Monaten zu impfen, sondern auch Zwei- bis Fünfjährige gegen Grippe zu immunisieren. Die kanadische Behörde Canada's National Advisory Committee on Immunization hielt hingegen an den bisherigen Empfehlungen fest. Da beide Länder nach unterschiedlichen Empfehlungen verfahren, kann man nun vergleichen, wie sich die Impfung auf den Verlauf der Grippe auswirkt.

Anzeige

Die Wissenschaftler des Children’s Hospital in Boston haben die Zahl der Kinder, die wegen Grippe ins Krankenhaus eingewiesen wurden mit der aus dem kanadischen Montreal Children's Hospital verglichen. Bei den zwei- bis vierjährigen Vorschulkindern kam es zu einem Rückgang der Einweisungen um gut ein Drittel. Und nicht nur das: Auch bei Kindern anderer Altersgruppen kam es zu einem Rückgang der komplikationsreichen Grippeverläufen um elf bis 18 Prozent.

Die Forscher erklären dieses Phänomen mit einer Art Herdenschutz: Werden die jüngeren Kinder geimpft, stecken sie auch seltener ältere Geschwisterkinder oder andere Kinder in ihrer Umgebung – etwa auf Spielplätzen oder im Kindergarten an. Die Autoren der Studie raten den kanadischen Behörden deshalb, sich den ausgedehnten Impfempfehlungen anzuschließen.

KK

Forschung

Aktuelle Meldungen aus dieser Rubrik

Schützt die Pille vor Rheuma?

Wer mit der Pille verhütet, hat ein geringeres Risiko für chronische Gelenkentzündungen.

“Serienmarathon” beeinflusst Schlaf

Exzessives Serienschauen sorgt mitunter für schlaflose Nächte.

Warum teurer Wein besser schmeckt

Verantwortlich dafür ist das Gehirn, das uns beim Probieren einen Streich spielt.

Wie Feinstaub der Gesundheit schadet

Verschmutzte Luft belastet den Stoffwechsel und begünstigt Herz-Kreislauf-Krankheiten.

Schädigt Cannabis die Gefäße?

Durch Marihuana erhöht sich das Risiko, an den Folgen von Bluthochdruck zu sterben.

Beeinflusst das Wetter Gelenkschmerzen?

Es besteht offenbar ein anderer Zusammenhang als bislang vermutet.

Alkohol schädigt das junge Gehirn

Junge Menschen, die viel Alkohol trinken, zeigen Entwicklungsrückstände.

Halten Haustiere Kinder gesund?

Eine neue Studie kommt zu einem überraschenden Ergebnis.

Wer sich einsam fühlt, stirbt früher

Soziale Isolation ist für die Gesundheit sogar gefährlicher als Übergewicht.

Yoga lindert Depressionen

Viele Studien belegen, dass Yoga der Psyche gut tut.

Bakterien profitieren vom Klimawandel

Die globale Erwärmung begünstigt die Ausbreitung vieler Infektionskrankheiten.

Zika-Virus: Infektion durch Küssen?

Forscher haben untersucht, ob das Virus über den Speichel übertragen werden kann.

Einen Überblick über alle Nachrichten bekommen Sie auf aponet.de unter Aktuelles.

Apotheke finden

Tagsüber
Notdienst
Alle Inhalte
schließen