Sie sind in: Startseite Aktuelles Forschung Kupfer killt Keime

Aktuelles

Ärzte im Krankenhaus

Kupferbeschichtete Oberflächen zum Beispiel an Infusionsständern, Bettgittern oder Türgriffen können in Krankenhäusern helfen, gefürchtete Krankheitserreger zu eliminieren.
© KKH-Allianz

Fr. 16. September 2011

Kupfer killt Krankenhauskeime

Kupferbeschichtete Oberflächen können einer Ausbreitung von Infektionen entgegenwirken. Eine Studie an drei medizinischen Einrichtungen in den Vereinigten Staaten hat ein eindeutiges Ergebnis: Durch den keimtötenden Effekt des Metalls kann das Infektionsrisiko um über 40 Prozent gesenkt werden.

Anzeige

Metalle zur Bakterienbekämpfung einzusetzen, ist keine neue Idee. Bisher jedoch wurde hauptsächlich Silber verwendet: Könige aßen von Silbergeschirr, eine Silbermünze in der Milchkanne – und schon ist die Milch länger haltbar. Seit Ende des 19. Jahrhunderts setzen Ärzte Silber zur Wundheilung ein – viele kennen die silberbeschichteten Pflaster. Dass auch das deutlich günstigere Kupfer einen keimtötenden Effekt hat, hat nun eine Studie des amerikanischen Verteidigungsministeriums bewiesen. Dazu wurden drei Krankenhäuser ausgewählt: das Memorial Sloan Kettering Cancer Center in New York, die Medical University of South Carolina (MUSC) in Charleston und das Ralph H. Johnson Veterans Affairs Medical Center in Charleston.

In allen Häusern wurden häufig berührte Gegenstände wie Bettgitter, Krankenhausnachttische, Schwesternklingeln und Infusionsständer mit keimtötendem Kupfer beschichtet. Das Ergebnis ist eindeutig: 97 Prozent der Keime in den Räumen wurden abgetötet – das entspricht der Wirkung einer "Endreinigung" mit Desinfektionsmitteln, die nach der Entlassung eines Patienten erfolgt. Der erwünschte Nebeneffekt: Die Zahl der im Krankenhaus erworbenen Infektionen sank um 40,4 Prozent. Solche Krankenhausinfektionen sind alles andere als harmlos. 10.000 bis 15.000 Todesopfer fordern die Erkrankungen, die sich Patienten erst im Krankenhaus zugezogen haben.

KK

Forschung

Aktuelle Meldungen aus dieser Rubrik

HPV-Impfung senkt die Krebsrate deutlich

Über die Hälfte der Fälle an Gebärmutterhalskrebs kann verhindert werden.

Schlechtes Essen schwächt das Herz

Ein sehr großer Teil der Herztodesfälle könnte verhindert werden.

Wassergeburten genauso sicher

Eine Studie hat mögliche Komplikationen verschiedener Geburtsformen verglichen.

Blutgruppe 0 schützt vor Covid-19

Personen mit Blutgruppe 0 sind weniger anfällig für das neuartige Coronavirus.

Fettleber-Erkrankung ist immer gefährlich

Auch in einem frühen Stadium kann die Krankheit das Risiko für einen vorzeitigen Tod erhöhen.

O-Beine erhöhen die Arthrose-Gefahr

Übergewicht und eine Beinfehlstellung tragen massiv zur Entstehung von Arthrose bei.

Kann eine Vollnarkose zu Demenz führen?

Eine aktuelle Langzeitstudie kommt zu einem beruhigenden Ergebnis.

Frühere Erkältung schwächt Covid-19 ab

Wer bereits eine Infektion mit anderen Coronaviren durchgemacht hat, erkrankt oft weniger stark an Covid-19.

Corona: So stark leidet die Psyche

Depressionen und Angststörungen haben in den letzten Monaten massiv zugenommen.

Feiertage bringen Nussallergien ans Licht

Gerade an Halloween häufen sich allergischen Reaktionen bei kleinen Kindern.

Lässt sich Zöliakie vorbeugen?

Werden Babys schon früh mit glutenhaltiger Nahrung gefüttert, könnte der Krankheit vorgebeugt werden.

Masken tragen mit Lungenkrankheit?

Forscher geben Entwarnung: Das Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes ist nicht gefährlich.

Einen Überblick über alle Nachrichten bekommen Sie auf aponet.de unter Aktuelles.

Apotheke finden

Tagsüber
Notdienst
Alle Inhalte
schließen