Sie sind in: Startseite Aktuelles Forschung Läufer trinken zu viel

Aktuelles

Jogger beim Trinken

Der Körper braucht Flüssigkeit beim Sport, aber zu viel schadet ihm.
© Techniker Krankenkasse

Sa. 10. September 2011

Fast jeder zweite Läufer trinkt zu viel

Im Stadtpark sieht man kaum einen Jogger ohne Trinkflasche. Dabei ist zu viel Flüssigkeit während des Laufens nicht unbedingt gesund: Fast die Hälfte aller Läufer trinkt einer amerikanischen Studie zufolge sogar zu viel.

Anzeige

Das Expertenteam untersuchte 197 Läufer, die an 10-Kilometer- und 5-Kilometer-Wettkämpfen teilnahmen und durchaus über Wettkampferfahrung verfügten. Gut zwei Drittel der Läufer richtete sich nach dem eigenen Durst. Je älter, erfahrener und auch schneller die Läufer aber waren, desto häufiger erfolgte die Flüssigkeitsaufnahme nach einem festgesetzten Plan. Immerhin 36,5 Prozent der Läufer richten sich nach solchen Trink-Schemata. 8,9 Prozent trinken sogar so viel wie möglich.

Eine solche "Überwässerung" des Körpers kann schlimme Folgen haben. In den letzten Jahren habe es nach Angabe der Experten 12 bewiesene und 8 vermutete Todesfälle aufgrund einer sogenannten Hyponatriämie bei Läufern gegeben. Dabei wird der Gehalt des lebenswichtigen Elektrolyts Natrium im Blut durch die erhöhte Flüssigkeitszufuhr extrem verringert – das Blut wird regelrecht verdünnt. Die Folge: Übelkeit, Erbrechen, Kopfschmerzen, Verwirrung und Krämpfe. In extremen Fällen droht Bewusstlosigkeit bis hin zum Koma.

Das Gerücht, dass bei langen Läufen die größte Gefahr vom "Austrocknen" ausgeht, hält sich hartnäckig. Über die Hälfte der Jogger greift dann zu Sportgetränken, die Elektrolyte enthalten und so einem Natriumverlust vorbeugen sollen. Tatsächlich aber sind es gerade die extremen Mengen, egal ob Wasser oder Sportdrinks, die am häufigsten zur Hyponatriämie führen. Experten empfehlen Joggern daher, nur zu trinken, wenn sie wirklich durstig sind. Dass man während eines Langstreckenlaufs etwas Flüssigkeit und damit auch ein paar Pfunde verliert, sei ganz normal und kann hinterher durch ein normales Trinkverhalten wieder ausgeglichen werden.

KK

Forschung

Aktuelle Meldungen aus dieser Rubrik

Schnupfen-Sekret gibt Hinweis auf Erreger

Ein einfacher Test könnte zeigen, ob es sich um einen viralen oder bakteriellen Infekt handelt.

Parodontitis deutet auf Diabetes hin

Je schwerer die Entzündung, desto höher ist das Risiko für die Zuckerkrankheit.

Was bringt eine Testosteron-Therapie?

Forscher warnen: Dem Nutzen stehen auch Risiken gegenüber.

Fettes Essen schadet dem Körper sofort

Schon eine fettreiche Mahlzeit verändert den Zuckerstoffwechsel.

Was schützt wirklich vor Mückenstichen?

Forscher haben diverse Produkte zur Insektenabwehr getestet.

Malaria-Impfstoff erfolgreich getestet

Ein Impfstoff mit lebendigen Erregern verspricht einen vollständigen Schutz.

Vitamin D schützt vor Erkältung und Grippe

Eine regelmäßige Einnahme halbiert das Risiko für einen akuten Atemwegsinfekt.

Immuntherapie: Zwei Jahre sind zu wenig

Eine länger andauernde Behandlung lindert Heuschnupfen-Symptome besser.

Mittelmeerkost schützt das Herz

Vor allem eine Extraportion Olivenöl wirkt sich positiv auf die Gesundheit aus.

Fischöl hilft bei allergischem Asthma

Für den positiven Effekt sind die Omega-3-Fettsäuren verantwortlich.

Sorgen Entzündungen für Depressionen?

Forscher haben einen neuen Ansatz zur Behandlung von Depressionen gefunden.

Woher kommen die Rückenschmerzen?

Durch einige Hinweise lässt sich eingrenzen, wo die Ursache für die Schmerzen liegt.

Einen Überblick über alle Nachrichten bekommen Sie auf aponet.de unter Aktuelles.

Apotheke finden

Tagsüber
Notdienst
Alle Inhalte
schließen