Sie sind in: Startseite Aktuelles Forschung Mögliches Heilmittel bei Diabetes

Aktuelles

Weiße Mäuse

Nach der Gabe eines speziellen körpereigenen Stoffes normalisierte sich der Stoffwechsel von diabetischen Versuchsmäusen.
© Eric Isselée - Fotolia

Mo. 10. Oktober 2011

Körpereigene Substanz hilft Mäusen mit Diabetes

Im Tierversuch hat es funktioniert: Forscher fanden heraus, dass eine natürliche Substanz den Blutzucker diabetischer Mäuse normalisieren kann.

Wenn man gesunde Mäuse mit viel fettreicher Nahrung füttert, geht es ihnen wie Menschen: Die sogenannte Glucosetoleranz, die Fähigkeit diese Zuckerart sinnvoll zu verwerten, geht verloren. Der Blutzucker steigt, Typ-2-Diabetes entsteht. Forscher um Professor Dr. Shin-Ichiro Imai, Universität von Washington (USA), haben diese Entwicklung mit einer körpereigenen Substanz, die im Stoffwechsel der Zellen eine wesentliche Rolle spielt, zumindest bei Mäusen wieder rückgängig gemacht.

Anzeige

"Nachdem die Mäuse Nikotinamid-Mononukleotid (NMN) bekommen hatten, normalisierte sich der Stoffwechsel der weiblichen Mäuse wieder", erläuterte der Wissenschaftler. "Bei den Männchen war die Wirkung weniger ausgeprägt, aber trotzdem deutlich sichtbar." Dies seien vielversprechende Entdeckungen, so Imei, denn die Substanz wirke bei Menschen und Mäusen auf die gleiche Weise. Wie dies bei Patienten mit Typ-2-Diabetes sei, müssten weitere Untersuchungen zeigen, die für die nahe Zukunft geplant seien.

NMN ist ein körpereigener Stoff, der die Energiegewinnung des Körpers beeinflusst. Die Studie zeigte, dass zunehmendes Alter und fettreiche Ernährung den Energiehaushalt negativ beeinflussen. Dadurch steigt das Risiko für Stoffwechselerkrankungen wie Diabetes. Imai hofft, die Wirkung von NMN bald auch am Menschen testen zu können. Dazu seien jedoch zunächst Studien nötig, die den Zusammenhang von verabreichter Dosis und erzielter Wirkung klärten.

MP

Forschung

Aktuelle Meldungen aus dieser Rubrik

Sind viele Herz-OPs überflüssig?

Bei der koronaren Herzkrankheit helfen Medikamente offenbar ebenso gut.

Viel Eiweiß kann bei Übergewicht schaden

Eine sehr proteinreiche Ernährung ist unter Umständen schädlich für die Nieren.

Migräne: Diagnose dauert oft lange

Viele Patienten mit Migräne sind nicht optimal versorgt.

Mädchen sind nicht schlechter in Mathe

Das zeigen Gehirnscans von Mädchen und Jungen zwischen drei und zehn Jahren.

Weniger Hautkrebs bei jungen Menschen

Grund dafür ist vermutlich, dass sich das Bewusstsein für Sonnenschutz geändert hat.

Schadet spätes Essen der Gesundheit?

Kalorienreiches Essen nach 18 Uhr könnte ein Risiko für die Herzgesundheit sein.

Wer meditiert, ist aufmerksamer

Davon profitieren sogar Personen, die zuvor noch nie meditiert haben.

Schlaf lindert Ängste und Sorgen

Die Tiefschlafphase ist offenbar wichtig für das emotionales Gleichgewicht.

Juckreiz belastet auch die Psyche

Patienten mit Hautkrankheiten leiden häufiger gleichzeitig unter Depressionen.

Krebs mit Methadon bekämpfen?

Im nächsten Jahr startet in Deutschland eine klinische Studie mit Patienten, die unter Dickdarmkrebs leiden.

Neue Therapie bei Mukoviszidose

Eine Kombination aus drei Wirkstoffen könnte den Ausbruch der Krankheit verhindern.

Zeitumstellung: Bis zu 8 Monate Probleme

Die halbjährliche Zeitumstellung wirkt sich stärker auf die Gesundheit aus als angenommen.

Einen Überblick über alle Nachrichten bekommen Sie auf aponet.de unter Aktuelles.

Apotheke finden

Tagsüber
Notdienst
Alle Inhalte
schließen