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Diabetes unterzucker Messgerät Schweiß

Der Wissenschaftler Christian Tronstad (rechts) forscht an der neuen Unterzucker-Messmethode: "Kleinste Veränderungen beim Schweiß werden von dem Gerät erkannt."
© Yngve Vogt

Mi. 31. August 2011

Diabetes: Ohne Piks Unterzucker erkennen

Ein neuartiges Messgerät soll gefährliche Unterzuckerungen erkennen, ohne dass eine Blutzuckermessung erfolgen muss. Das Gerät, das in Norwegen an der Universität Oslo entwickelt wird, reagiert auf die veränderte Schweißausschüttung bei Unterzuckerungen. Gerade für Diabetiker, die nicht merken, dass ihr Blutzucker sinkt, kann eine solche Messung hilfreich sein.

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Das Gerät macht sich eine Technik zunutze, die auch in Lügendetektoren eingesetzt wird, die sogenannte Bioimpedanzmessung. Mittels aufgeklebter Elektroden wird dabei der Hautwiderstand gemessen. Dieser ist abhängig vom Schweißgehalt und der Schweißzusammensetzung der Haut. Je stärker die Poren mit Schweiß gefüllt sind, desto besser leitet die Haut elektrischen Strom.

Diabetiker im Unterzucker schwitzen stark, daher ändert sich auch bei ihnen der Hautwiderstand, wenn der Blutzucker in den Keller rutscht. Diesen Effekt soll das Gerät registrieren. Der Vorteil dabei: Der sinkende Blutzucker wird über die Elektroden und damit ohne lästigen Piks zur Blutabnahme erkannt. Das Gerät soll dann bei einer drohenden Unterzuckerung einen Alarm abgeben oder einen Warnruf etwa auf ein Handy senden. So wird der Patient oder eine Betreuungsperson auf den sinkenden Blutzucker aufmerksam.

Noch ist das Gerät nicht auf dem Markt. Die Experten sammeln zunächst Daten aus dem Schweiß von Diabetikern. Die Schweißausschüttung, seine Zusammensetzung und der Blutzuckerverlauf der Betroffenen werden dann verglichen. Aus diesen Daten wollen die Forscher dann ermitteln, welche Veränderungen beim Schwitzen auf den sinkenden Blutzucker hinweisen. In ein paar Jahren – so die Experten – wird ein solches Gerät vielen Diabetikern das Leben erleichtern können.

KK

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