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Diabetiker sollten besonders auf ihre Mundgesundheit achten. Denn haben sie eine schwere Parodontitis, ist ihr Todesfallrisiko bis zu siebenfach erhöht.
© Robert Kneschke - Fotolia

Mo. 24. Oktober 2011

Parodontitis als Gefahr für den gesamten Organismus

In Deutschland sind etwa sechs bis acht Millionen Menschen an Diabetes mellitus erkrankt. Alarmierend ist hierbei die Tatsache, dass Diabetiker mit schwerer Parodontitis ein bis zu siebenfach erhöhtes Todesfallrisiko gegenüber Diabetikern ohne Parodontitis haben.

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Bekannt ist, dass sich Diabetes und Parodontitis negativ beeinflussen: Parodontitispatienten haben beispielsweise ein 6-fach erhöhtes Risiko an Diabetes zu erkranken. "Wir wissen inzwischen genau, dass Parodontitis ein großer Risikofaktor für Diabetiker ist", sagt Dr. Richard Meissen, Ärztlicher Direktor der Kaiserberg Klinik in Duisburg. "Parodontitis ist eine offene Wundfläche, die bis zu 70 Quadratzentimeter des Mundraumes einnehmen kann und auf Dauer zu einer Verschlechterung der Blutzuckerwerte führt. Aus diesem Grund sollten Diabetiker besonders auf ihre Mundgesundheit achten".

Da eine Zusammenarbeit zwischen Medizinern und Zahnmedizinern für die Diagnose und Therapie von Parodontitis essentiell ist, empfiehlt Meissen, die Patienten im Falle eines erhöhten Parodontitisrisikos direkt an einen Zahnarzt zu verweisen. "Wenn Zahnärzte bei Patienten Zahnfleischprobleme feststellen, sollte immer auch an Diabetes gedacht werden", betont auch Prof. Dr. Dr. Diethelm Tschöpe.

Kaiserberg Klinik/Medical Consulting Group

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