Sie sind in: Startseite Aktuelles Forschung Prostatakrebs doppelt behandeln

Aktuelles

Lächelnder Mann mit Strohhut und Blume hinter dem Ohr.

Männer, deren Prostatakrebs mit Bestrahlung und Hormontherapie behandelt wird, haben eine gute Chance, den Krebs zu besiegen.
© Alexander Raths - Fotolia

Do. 03. November 2011

Bestrahlung und Hormontherapie erhöhen Überleben bei Prostata-Krebs

Männer mit Prostatakrebs profitieren stark von einer Kombination aus Bestrahlung und Hormontherapie, haben Forscher des Ontario Cancer Institute in Kanada herausgefunden. Demnach leben sie länger und versterben seltener an der bösartigen Tumorerkrankung der Vorsteherdrüse.

Anzeige

Prostatakrebs gehört zu den häufigsten Krebserkrankungen bei Männern. Jedes Jahr registriert die kanadische Krebsgesellschaft 25.500 neue Fälle, etwa 4.100 Patienten versterben jährlich an den Folgen der Erkrankung. Zwischen 15 und 25 Prozent der Prostatakrebs-Fälle werden zur Hochrisikogruppe gezählt. Dabei durchbricht der Tumor eher die Prostatakapsel und kann sich so in umliegende Organe ausbreiten.

In einer Studie haben die kanadischen Wissenschaftler in den Jahren 1995 bis 2005 die Daten von 1.205 Männern ausgewertet, die zur Hochrisikogruppe der Prostatakrebs-Patienten zählen. Eine Hälfte der Testpersonen bekam eine Hormontherapie, die andere Hälfte wurde zusätzlich zur Hormontherapie mit Bestrahlung behandelt. Nach sieben Jahren lebten noch zwei Drittel der Patienten, die ausschließlich die Hormontherapie bekommen hatten. Gut ein Viertel verstarb an den direkten Folgen der Krebserkrankung. Bei den Patienten, die zusätzlich bestrahlt wurden, überlebten gut Dreiviertel und nur jeder Zehnte verstarb an den Folgen des Prostatakrebs.

Insgesamt sei die Überlebenswahrscheinlichkeit generell durch die zusätzliche Bestrahlung um 23 Prozent gestiegen, bezogen auf die Krebserkrankung sogar um 43 Prozent, so die Experten. Sie fordern, dass die Kombination aus Bestrahlung und Hormontherapie zur Standardtherapie bei Hochrisikopatienten mit Prostatakrebs werden sollte. Da die Bestrahlungstechniken sich überdies in den vergangenen Jahren noch deutlich entwickelt hätten, dürfte der positive Effekt einer kombinierten Therapie heutzutage sogar noch größer ausfallen.

KK

Forschung

Aktuelle Meldungen aus dieser Rubrik

Rauchen: Folgen werden unterschätzt

Raucher sehen die negativen Auswirkungen oft weniger kritisch als Nichtraucher.

Medikamente gegen Dauermigräne im Test

Neue Antikörper-Wirkstoffe könnten künftig die Migränetherapie ergänzen.

Schlafen reinigt das Hirn

Im Tiefschlaf werden schädliche Stoffwechselprodukte aus dem Gehirn entfernt.

Innovativ gegen Demenz und Krebs

Die Forschung testet ungewöhnliche Wege, um Medikamente ins Hirn einzuschleusen.

Heuschnupfen: jetzt noch vorbeugen

Mit einer sogenannten Hyposensibilisierung kann man im Winter starten.

Schadet Paracetamol dem Ungeborenen?

Das Schmerzmittel könnte die Sprachentwicklung bei Mädchen stören.

Diese Übungen stärken das Herz

Mit diesem Trainingsprogramm lässt sich einer Herzschwäche vorbeugen.

Mandel-OP: Ingwer lindert Schmerzen

Die Knolle beschleunigt zudem die Wundheilung, wie eine neue Studie zeigt.

Wiederholtes Impfen gegen schwere Grippe

Vor allem Senioren profitieren, wenn sie sich regelmäßig gegen Grippe impfen lassen.

Ballaststoffe: Mit Müsli gegen Arthritis?

Eine ballaststoffreiche Ernährung beugt offenbar Gelenkerkrankungen vor.

Angststörungen durch zu wenig Schlaf?

Schlafmangel und psychische Probleme stehen laut US-Forschern in Zusammenhang.

Erhöht Kuhmilch das Diabetes-Risiko?

Eine Studie hat untersucht, ob veränderte Babynahrung hier gegensteuern kann.

Einen Überblick über alle Nachrichten bekommen Sie auf aponet.de unter Aktuelles.

Apotheke finden

Tagsüber
Notdienst
Alle Inhalte
schließen