Sie sind in: Startseite Aktuelles Forschung Schaukeln im Schlaf

Aktuelles

Frau in Hängematte

In Hängematte oder Hollywoodschaukel schläft es sich tiefer.
© mauritius images

Do. 30. Juni 2011

Schaukeln im Schlaf

Sich sachte in süße Träume schaukeln zu lassen, lieben nicht nur Babys. Auch der Schlaf von Erwachsenen verbessert sich. Die Veränderungen in den schlummernden Gehirnen untersuchte eine Schweizer Studie.

Ob Siesta in der Hängematte oder ein Nickerchen auf der guten alten Hollywoodschaukel – die wiegenden Bewegungen führen zu einem tieferen Schlaf, was sich an den veränderten Wellenmustern der Hirnströme im EEG (Elektroenzephalogramm) zeigt. Dies ergab eine kleine Studie an der Universität Genf, für die es sicher ein Leichtes war, Probanden zu finden.

Anzeige

Anhand der EEG-Wellen konnten die Wissenschaftler erkennen, dass sich die Schlaftiefe verstärkte. Dies zeigte sich zum einen in sogenannten Delta-Wellen, zum anderen in sogenannten Schlafspindeln. Diese besitzen zum Beispiel für das Lernen eine Bedeutung, bei denen Umbauprozesse im Gehirn ablaufen. Auch für Reparaturmechanismen nach Schädigungen des Gehirns spielen sie eine Rolle.

Im Rahmen der Untersuchung wurden die Teilnehmer in zwei Gruppen eingeteilt und Schlafen gelegt – entweder auf ein Ruhelager mit leichten Schaukelbewegungen oder auf eines ohne. Allen Probanden wurden mittels EEG die Hirnströme abgenommen. Nach 45 Minuten Schlaf wurden sie wieder geweckt. In einer weiteren Studie sollen die Teilnehmer länger schlummern. Dann wollen die Wissenschaftler die Unterschiede beim Lernen, bei Merkfähigkeit und Reparaturmechanismen genauer untersuchen.

MP

Forschung

Aktuelle Meldungen aus dieser Rubrik

Eltern sind wichtiger als Freunde

Das gilt auch für junge Erwachsene, wie eine neue Studie zeigt.

Vielseitige Ernährung nicht immer gesund

Wer sich vielseitig ernährt, nimmt häufig auch mehr Kalorien zu sich.

Alkohol macht Lust auf Ungesundes

Bier, Wein & Co wirken sich auch auf unsere Ernährungsgewohnheiten aus.

Neues Medikament beugt Herzinfarkt vor

Der Wirkstoff greift Darmbakterien an, die an Herz-Kreislauf-Krankheiten beteiligt sind.

Bakterien trotzen Desinfektionsmittel

Krankenhauskeime werden zunehmend resistent gegenüber Desinfektionsmitteln.

Psychische Krankheit wegen Virus?

Ein Herpesvirus könnte für Depressionen und bipolare Störungen verantwortlich sein.

Pflegende Angehörige schlafen oft schlecht

9 von 10 Menschen, die ihre demenzkranken Angehörigen pflegen, leiden unter Schlafmangel.

Kopfverletzung: Bluttest statt CT?

Der Test liefert deutliche Hinweise auf schwere Komplikationen wie Hirnblutungen.

Länger ansteckend bei Übergewicht?

Das Körpergewicht könnte für die Verbreitung der Grippe eine Rolle spielen.

Wie Ingwer für frischen Atem sorgt

Forscher haben die Wirkung bestimmter Inhaltsstoffe genauer untersucht.

Telomere: Nicht nur die Länge ist wichtig

Auch die Struktur der Telomere spielt für die Gesundheit eine wichtige Rolle.

E-Bikes verbessern die Ausdauer

Vor allem untrainierte Menschen profitieren von Pedelecs.

Einen Überblick über alle Nachrichten bekommen Sie auf aponet.de unter Aktuelles.

Apotheke finden

Tagsüber
Notdienst
Alle Inhalte
schließen