Sie sind in: Startseite Aktuelles Forschung Schimmelpilz-Allergie vom Rasenschnitt

Aktuelles

Rasenmäher auf Wiese

In organischen Abfällen wie Rasenschnitt können größere Mengen Schimmelpilz entstehen. Deren Sporen lösen Allergien aus.
© Wihteorchid - Fotolia

Sa. 16. Juli 2011

Schimmelpilz-Allergie vom Rasenschnitt

Gräserpollen sind die klassischen Allergieauslöser im Sommer. Privatdozent Dr. med. Jörg-Kleine Tebbe von der Deutschen Gesellschaft für Allergologie und klinische Immunologie (DGAKI) erklärt: "Überempfindliche Menschen sollten aber auch an Schimmelpilz-Sporen denken."

Anzeige

Haushalte mit Allergie-gefährdeten Personen sollen organische Abfälle nicht in der Nähe kompostieren. Denn in verfaulendem Rasenschnitt und anderen organischen Abfällen können große Mengen einer Schwarzschimmelart entstehen, deren Sporen Allergien auslösen. Bevorzugte Monate sind Juli und August. Anders als Pollen fliegen Schimmelpilzsporen auch nach Regenschauern und Gewittern umher. Wer dann Allergie-Symptome hat, wie tränende Augen und laufende Nase, vermehrtes Niesen oder Atemwegsreizungen, sollte an die Schimmelpilze denken. Es kommen auch schwere Asthma-Anfälle vor.

Die Schimmelpilzallergie kann mit einem Haut- oder Bluttest auf Antikörper nachgewiesen werden. Ist die Allergie-Diagnose gesichert, empfiehlt Kleine-Tebbe eine Hyposensibilisierung, wissenschaftlich auch "spezifische Immuntherapie" genannt. Dabei bekommen die Patienten ein gereinigtes Präparat aus den Schimmelpilzen über eine lange Zeit in ansteigender Dosierung gespritzt. Dadurch lernt der Körper sie zu tolerieren. Das Schimmelpilz-Allergen kann allerdings nicht mit Pollenextrakten zusammen, sondern nur allein verabreicht werden.

DGAKI

Forschung

Aktuelle Meldungen aus dieser Rubrik

So tödlich ist Umweltverschmutzung

Durch verschmutzte Luft sterben mehr Menschen als durch Krankheiten und Kriege.

Stress ist so ungesund wie Fast Food

Eine neue Studie deutet darauf hin, dass Stress das Darmmikrobiom verändert.

Erkältung: viral oder bakteriell?

Ein neuer Marker könnte diese Unterscheidung in Zukunft erheblich vereinfachen.

Insulinpumpe nutzt jungen Diabetikern

Jugendliche Typ-1-Diabetiker haben bei dieser Art der Therapie weniger Komplikationen.

Omega-6-Fettsäuren schützen vor Diabetes

Bestimmte Fette könnten das Risiko für Typ-2-Diabetes senken.

124 Millionen Kinder sind fettleibig

Bereits in 5 Jahren könnte es mehr fettleibige als untergewichtige Kinder geben.

Sport hält zehn Jahre jünger

Sportler haben eine bessere Motorik und weniger Gesundheitsprobleme.

Fleisch erhöht Diabetes-Risiko

Dafür ist offenbar der hohe Gehalt an tierischem Eisen verantwortlich.

Nahrungsergänzung oft überdosiert

Viele Präparate für stillende Mütter überschreiten die Höchstmengen-Empfehlungen.

Sport schützt vor Depressionen

Schon eine Stunde Bewegung pro Woche reicht aus, wie eine neue Studie zeigt.

Kinder leiden, wenn Mama schlecht schläft

Wenn Mütter unter Schlafproblemen leiden, überträgt sich das häufig auf die Kinder.

Waldnahes Wohnen beeinflusst Gehirn

Wer nahe am Wald wohnt, zeigt gesündere Hirnstrukturen und kann besser mit Stress umgehen.

Einen Überblick über alle Nachrichten bekommen Sie auf aponet.de unter Aktuelles.

Apotheke finden

Tagsüber
Notdienst
Alle Inhalte
schließen