Sie sind in: Startseite Aktuelles Forschung Schlimme Erlebnisse schlecht fürs Herz

Aktuelles

Alter Mann; Koronare Herzkrankheit, posttraumatische Belastungsstörung

Menschen, die Ereignisse wie Krieg und andere Katastrophen erlebt haben, sind nicht nur psychisch belastet, sondern haben auch eher Probleme mit dem Herzen.
© Elisabeth Rawald - Fotolia

Do. 01. September 2011

Kriegsveteranen haben häufiger Gefäßverengungen

Gewalt und Krieg - schlimme Erlebnisse beeinflussen nicht nur die Psyche. Auch die Gesundheit leidet mit. Das haben Wissenschaftler des "US Department of Veterans Affairs" in einer Studie an 637 amerikanischen Kriegsveteranen festgestellt.

Ereignisse wie Verletzungen, Vergewaltigungen oder Krieg bezeichnen Fachleute als Trauma. Veteranen mit einer sogenannten post-traumatischen Belastungsstörung leiden demnach deutlich häufiger an einer koronaren Herzerkrankung als Veteranen, die keine solchen psychischen Belastungssituationen hatten.

Anzeige

Für die Studie untersuchten die Forscher das Ausmaß der Kalkeinlagerungen in den Herzkranzgefäßen der Testpersonen. Mit dem Alter nehmen solche Ablagerungen zu, im schlimmsten Fall können aus den Einlagerungen Gefäßengstellen entstehen, die zum Herzinfarkt führen können. 76 Prozent der Veteranen, die durch die Kriegserlebnisse traumatisiert wurden, hatten Kalk in den Herzkranzgefäßen. Bei den nicht-traumatisierten Studienteilnehmern waren es nur 59 Prozent. Im Durchschnitt lagen die gemessenen Werte bei den traumatisierten Veteranen um 25 Prozent höher als in der Vergleichsgruppe.

Grund für diese Unterschiede ist zum einen das schlimme Erlebnis an sich: Patienten mit einer post-traumatischen Belastungsstörung schütten bei erneuten Belastungen mehr und über einen längeren Zeitraum Stresshormone aus. Zum anderen ist auch der ungesündere Lebensstil von traumatisierten Menschen wie etwa ein erhöhter Zigarettenkonsum für die Entstehung chronischer Erkrankungen verantwortlich.

KK

Forschung

Aktuelle Meldungen aus dieser Rubrik

So müssen wir uns im Jahr 2050 ernähren

Die Essgewohnheiten der Menschen müssen sich radikal ändern, sagen Forscher.

Bewegung schärft das Gedächtnis

Wer körperlich aktiv ist, erkrankt seltener an Demenz.

MRT auch mit Kupferspirale möglich

Eine MRT-Untersuchung hat bei Frauen, die mit Spirale verhüten, keine Nebenwirkungen.

Von Brustkrebs- zu harmlosen Fettzellen

Forscher haben Krebszellen ausgetrickst und in harmlose Fettzellen umgewandelt.

Neuer Ansatz stoppt Brustkrebs-Metastasen

Wissenschaftler haben Wirkstoffe gefunden, die eine Metastasenbildung bei Brustkrebs verhindern können.

Wenn das Gehirn Lust auf Dopamin hat

Was und wie viel wir essen, haben wir offenbar nur zum Teil unter Kontrolle.

Hormontherapie gegen Kniearthrose?

Östrogen könnte bei Frauen in den Wechseljahren Schäden am Knorpel hemmen.

Spermienqualität gefährdet Embryo

Die Qualität des Spermas könnte das Risiko für eine Fehlgeburt erhöhen.

Beim metabolischen Syndrom Vitamin C

US-Forscher sind davon überzeugt, dass sich dadurch die Stoffwechsellage bessert.

Mehr Haustiere gleich weniger Allergien

Kontakt zu Haustieren scheint das Allergierisiko bei Kindern zu senken - und zwar je mehr Tiere, desto besser.

Fitness: 12-Tage-Plan für das neue Jahr

Jeden Tag eine neue Übung: So kommen Sie nach den Feiertagen wieder in Form.

Radeln reduziert den Bauchumfang

Sport lässt Fettpolster am Bauch schmelzen, die das Risiko für viele Krankheiten erhöhen.

Einen Überblick über alle Nachrichten bekommen Sie auf aponet.de unter Aktuelles.

Apotheke finden

Tagsüber
Notdienst
Alle Inhalte
schließen