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Schwangere Frau mit Tablettenblistern in der Hand

Schmerzmittel und entzündungshemmende Medikamente sollten in der Schwangerschaft nur im Notfall und unter besonderer Vorsicht eingenommen werden. Laut einer Studie verdoppeln sie das Risiko für eine Fehlgeburt.
© anna - Fotolia

Mi. 07. September 2011

Werdende Mütter, die in einer frühen Phase der Schwangerschaft entzündungshemmende Schmerzmittel einnehmen, verdoppeln ihr Risiko für eine Fehlgeburt. Das ist das Ergebnis einer kanadischen Studie.

Die Wissenschaftler der University of Montreal haben besonders sogenannte "nicht-steroidale" entzündungshemmende Wirkstoffe als für Schwangere gefährlich identifiziert: Dazu zählen Diclofenac, Ibuprofen, Naproxen und Celecoxib. Medikamente mit diesen Wirkstoffen werden häufig gegen Fieber, Kopfschmerzen und Rheuma eingesetzt und von Ärzten verschrieben – bisher auch für Schwangere.

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In der Studie werteten die Wissenschaftler über 4700 Fälle aus, in denen eine Fehlgeburt vor der 20. Schwangerschaftswoche erfolgte. 7,5 Prozent der betroffenen Frauen hatten mindestens einmal während der Schwangerschaft zu den genannten Medikamenten gegriffen. Bei den Frauen, die ihr Kind zur Welt brachten, waren es nur 2,6 Prozent. Unter dem Strich erhöhen die Wirkstoffe das Risiko einer Fehlgeburt durchschnittlich um den Faktor 2,4, wobei von Diclofenac (3-fach erhöhtes Risiko) die höchste Gefahr ausging. Die geringste Gefahr ging von Rofexocib (1,8-fach erhöhtes Risiko) aus, einem Wirkstoff, der nicht mehr im Handel ist.

Entzündungshemmende Schmerzmittel gelten schon lange Zeit als bedenklich für Schwangere. Bisherige Studien ergaben aber kein eindeutiges Bild. Die nun veröffentlichten Ergebnisse zeigen: Schmerzmittel und entzündungshemmende Medikamente sollten in der Schwangerschaft nur im Notfall und unter besonderer Vorsicht eingenommen werden. Bei der Auswahl von geeigneten Präparaten und der Suche nach Alternativen sollten sich Schwangere eingehend durch ihren Arzt oder Apotheker beraten lassen.

KK

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