Sie sind in: Startseite Aktuelles Forschung So hilft Zink dem Immunsystem

Aktuelles

Erkältete Frau

Bei einer Erkältung kann Zink dem Immunsystem helfen, die Krankheitserreger zu stoppen.
© DAK

Mi. 21. September 2011

Zink "vergiftet" Krankheitserreger

Dass Zink die Arbeit des Immunsystems unterstützt, ist bekannt. Aber in welcher Weise das Schwermetall die Infektabwehr stärkt, haben nun französische Wissenschaftler herausgefunden. Demnach benötigen die Abwehrzellen Zink, um Krankheitserreger zu "vergiften".

Anzeige

Eine der wichtigsten Strategien unseres Abwehrsystems ist, Krankheitserreger auszuhungern, also ihnen den Zugang zu Stoffen zu verwehren, die sie zum Überleben benötigen. Das gilt auch für Schwermetalle wie Eisen, das für Bakterien wichtig ist. Das Immunsystem setzt aber Metalle auch gezielt ein, um Bakterien abzutöten, so etwa Zink. Das ist das Ergebnis einer Untersuchung eines Wissenschaftlerteams der nationalen Forschungseinrichtung Centre National de la recherche scientifique (CNRS), der Universität Paul Sabatier in Toulouse, des Institut Pasteur und des Centre d'Immunologie de Marseille Luminy in Frankreich.

Demnach nehmen spezielle Abwehrzellen, die sogenannten Fresszellen, Bakterien und andere Erreger in ihr Zellinneres auf. Sobald dies geschehen ist, mobilisieren die Fresszellen große Mengen an Zink. Die Bakterien im Inneren der Fresszellen sind dadurch Zink-Dosen ausgesetzt, die für sie tödlich sind.

Zink, das in hohen Dosen auch für den Menschen giftig sein kann, hat also einen positiven Effekt auf die Infektabwehr. In der seit längerem geführten Diskussion um Nahrungsergänzungsmittel spricht dies für Zink-Präparate aus der Apotheke. In weiteren Experimenten wollen die Forscher nun herausfinden, ob das auch für andere Metalle, wie etwa Kupfer gilt.

KK

Forschung

Aktuelle Meldungen aus dieser Rubrik

Krankes Herz durch schlechte Zähne

Dieser Zusammenhang hat sich bereits in vielen Studien gezeigt.

Sind Impfungen schuld an Allergien?

Forscher haben diese verbreitete Annahme näher untersucht.

Mehr Tote durch resistente Bakterien

Auch in Deutschland sterben immer mehr Menschen an Antibiotika-resistenten Keimen.

Toxoplasmose ändert Hirnstoffwechsel

Das könnte zu Erkrankungen wie Depressionen oder Schizophrenie führen.

Tennisarm: Beste Therapie ist Geduld

Forscher haben 11 Behandlungsmöglichkeiten miteinander verglichen.

Inkontinenz: Für viele Frauen ein Tabu

Fast jede zweite Frau über 50 leidet darunter, die wenigsten suchen sich jedoch Hilfe.

Schnell wieder schwanger?

Das birgt Risiken, mahnen Ärzte und erklären, wie lange Frauen warten sollten.

Hirngröße beeinflusst das Krebsrisiko

Der Lebensstil spielt bei Hirntumoren offenbar nur eine untergeordnete Rolle.

Diabetiker profitieren von Pflanzenkost

Forscher haben die Vorteile einer pflanzlichen Ernährung untersucht.

Kaffee hilft, mehr Sport zu treiben

Wer täglich eine Tasse Kaffee oder Tee trinkt, ist sportlich aktiver.

ACE-Hemmer erhöhen Lungenkrebs-Risiko

Die Medikamente werden weltweit eingesetzt, um Bluthochdruck zu behandeln.

Schmerzen: Moos statt Cannabis?

Ein Stoff, der in Lebermoos steckt, könnte medizinischem Cannabis Konkurrenz machen.

Einen Überblick über alle Nachrichten bekommen Sie auf aponet.de unter Aktuelles.

Apotheke finden

Tagsüber
Notdienst
Alle Inhalte
schließen