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Übergewichtige Frauen haben im Vergleich zu normalgewichtigen ein deutlich erhöhtes Brustkrebsrisiko.
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Mi. 20. Juli 2011

Brustkrebs: Übergewicht ist Hauptrisikofaktor

Für Frauen nach den Wechseljahren ist Übergewicht der stärkste Risikofaktor für Brustkrebs. Dies ist das Ergebnis einer britischen Studie mit fast 6300 Teilnehmerinnen. Demnach fördert das Übergewicht die Entstehung von Brustkrebs am stärksten, gefolgt von Alkohol und Zigaretten.

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Die Studie bezieht sich auf die häufigste Form der Brusttumore – den sogenannten Hormon-abhängigen Brustkrebs. Bei übergewichtigen Frauen in den Wechseljahren werden in den Fettpolstern Sexualhormone gebildet, die das Entstehen dieser Krebsart fördern. Am deutlichsten zeigte sich der Effekt des Übergewichts auf die Östrogen- und Progesteronspiegel. Die waren bei einem Body Mass Index (also dem Verhältnis von Körpergewicht zu Körpergröße) von über 25 deutlich erhöht.

Auch Alkohol erhöht das Risiko für Brustkrebs. Bei Frauen, die mehr als 20 Gramm Alkohol am Tag konsumieren, zeigten sich generell erhöhte Sexualhormonlevel und damit auch ein erhöhtes Brustkrebsrisiko. Bei Raucherinnen, die mehr als 15 Zigaretten am Tag rauchten, waren ebenfalls alle Sexualhormonlevel verändert und besonders die Testosteronspiegel erhöht.

Dass Übergewicht, Alkohol und Tabakkonsum das Brustkrebsrisiko erhöhen, ist keine neue Erkenntnis. "Es ist aber wichtig, zu verstehen, warum das so ist", so Dr. Julie Sharp von der britischen Fachvereinigung Cancer Research UK, die die Studie gefördert hat. "Wir wissen, dass das Brustkrebsrisiko gehäuft in Familien auftritt und mit dem Alter steigt. Es gibt aber auch Dinge, die Frauen selbst tun können, um das Risiko zu mindern. Sein Normalgewicht halten und den Alkoholkonsum zu reduzieren, sind die Schlüssel, um das persönliche Brustkrebsrisiko zu senken", sagte Sharp in einer Pressemitteilung.

KK

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