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Nicht jeder Mensch mit Übergewicht hat ein gleich hohes Risiko für Diabetes und Herz-Kreislauf-Erkrankungen.
© Peter Albrektsen - Fotolia

Do. 25. August 2011

Fettzellen, die krank machen

Warum bekommen manche übergewichtige Menschen Diabetes und Herz-Kreislauf-Erkrankungen und andere nicht? US-amerikanische glauben, eine Antwort auf die Frage gefunden zu haben. Offensichtlich gibt es krankmachende Unterschiede im Fettgewebe.

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Die Wissenschaftler verglichen das Fettgewebe von 26 gesunden übergewichtigen Menschen mit dem von 39 Personen, bei denen erst kürzlich ein metabolisches Syndrom festgestellt wurde. Beim metabolischen Syndrom sind Blutdruck, Blutzucker und Blutfettwerte erhöht, und die Patienten bringen zu viele Kilos auf die Waage. Die Erkrankung gilt als Vorstufe für Diabetes. Dabei fiel auf, dass die Patienten mit metabolischem Syndrom Substanzen im Blut hatten, die Diabetes und Entzündungsvorgängen im Körper anzeigen.

Diese sogenannten Biomarker stammten aus dem Fettgewebe, wie die Forscher ermittelten. Die Fettzellen von Menschen mit metabolischem Syndrom locken verstärkt Fresszellen des Immunsystems an, die abgestorbenes Gewebe zerstören. Diese verursachen ständige unterschwellige Entzündungsprozesse im Fettgewebe, die die Biomarker freisetzen und das Risiko für Diabetes und Herz-Kreislauf-Erkrankungen erhöhen.

"Unsere Studie zeigt, dass Übergewicht nicht gleich Übergewicht ist. Manches Körperfett ist tatsächlich Gift für den Organismus", sagte der Studienautor Professor Dr. Ishwarlal Jialal von der University of California in Sacramento. Er spricht sich dafür aus, "diese Fehlfunktion im Fett von Menschen mit metabolischem Syndrom besonders zu beachten und Therapien zu entwickeln, die die Freisetzung der schädlichen Biomarker verhindern".

RF

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