Sie sind in: Startseite Aktuelles Forschung Umfrage zum Umgang mit Erkältungen

Aktuelles

Junger Mann und junge Frau mit Teetassen im Schnee

Für 78 Prozent der Frauen sind Heißgetränke das Mittel der Wahl, um Husten, Schnupfen und Fieber entgegenzuwirken. Bei Männern sind es 66 Prozent.
© detailblick - Fotolia

So. 23. Oktober 2011

Neue Erkenntnis zur Erkältungszeit: Kranke Männer sind doch nicht wehleidig

Die meisten Deutschen zeigen einer Erkältung im wörtlichen Sinne die heiße Stirn: 70 Prozent gehen trotz Fieber, Husten, Schnupfen und Gliederschmerzen ihrem Alltag nach. Wie die Ergebnisse einer aktuellen, repräsentativen Umfrage* zum Erkältungsverhalten der Deutschen nun aufzeigen, ist der unterschiedliche Umgang mit Erkältungen insbesondere eine Frage des Geschlechts. Dabei erweisen sich Männer als unkomplizierte, harte Kerle und Frauen als tapfere Multitask-force gegen die lästigen Viren.

Im Herbst ist alles möglich: Letzte warme und sonnige Tage, Kälte, Nässe, Sturm, und das alles oft in schnellem Wechsel. Beginn der Hauptsaison für insgesamt über 200 verschiedene Erkältungsviren. Zwei- bis viermal im Jahr greifen sie im Schnitt das Immunsystem an und sorgen so für die typischen Erkältungssymptome wie Schnupfen, Husten, Fieber sowie Kopf-, Hals- und Gliederschmerzen. Auskurieren kommt in dieser Situation für viele Deutsche nicht in Frage. Nur 23 Prozent der Erwerbstätigen gönnen sich tatsächlich Ruhe. Insbesondere junge Deutsche ignorieren die Erkrankung: 81 Prozent der 18- bis 29-Jährigen lassen sich von einer Erkältung nicht in ihrem Tagesablauf stören oder geben gar an, sich einen "Ausfall" nicht leisten zu können.

Anzeige

Gegen alle Vorurteile: Kranke Männer sind harte Kerle

Die aktuellen Umfrageergebnisse räumen mit dem Klischee vom wehleidigen Mann gründlich auf. So sind 41 Prozent aller Männer der Meinung, dass eine Erkältung von allein wieder verschwindet – und geben damit eher das Bild sorgloser, unkomplizierter und natürlich harter Kerle ab. Einzig die Tatsache, dass ausreichendes Trinken von Bedeutung ist, haben 68 Prozent verinnerlicht. Dabei setzen 66 Prozent auf heiße Getränke. Doch es gibt auch Männer, die nicht nur der "Durchhalten"- Parole folgen, sondern aktiv etwas gegen Ihre Erkältung unternehmen. Sie vertrauen dabei insgesamt eher auf Medikamente aus der Apotheke (44 Prozent) als auf Hausmittel (40 Prozent). Von der richtigen Arznei erwarten sie sich dabei vor allem eine starke Wirkung, um zügig wieder gesund zu werden.

Themenspecial Erkältung und Grippe

Sonnenhut BlüteLesen Sie, was hilft, eine Erkältung schnell zu verscheuchen, und wie Sie vorbeugen können.
Das und vieles mehr finden Sie im Themenspecial Erkältung und Grippe auf aponet.de.

Alt Bekanntes erneut bestätigt: Frauen beißen die Zähne zusammen

Frauen verhalten sich anders. Auch sie wollen sich von einer Erkältung nicht unterkriegen lassen. Doch scheint es hier weniger um Selbstdarstellung, als um Pflichtbewusstsein zu gehen, wenn 42 Prozent der 30- bis 44-Jährigen angeben, nicht ausfallen zu können. Deswegen gehen sie im Vergleich zu den Männern aktiv gegen verstopfte Nase, Kopfschmerzen und Schlappheit vor. Für 78 Prozent sind dabei Heißgetränke das Mittel der Wahl, um Husten, Schnupfen und Fieber entgegenzuwirken. Aber auch mit Hühnersuppe, Wadenwickeln, Zwiebelsaft und anderen Hausmitteln begeben sich die Frauen in den Kampf gegen die Viren (53 Prozent). Medikamente dürfen für 47 Prozent jedoch ebenfalls nicht fehlen. Ein Erkältungspräparat sollte hier insbesondere eine schnelle Linderung der Symptome herbeiführen, meinen 45 Prozent. Dabei bevorzugen sie (41 Prozent) praktische Wirkstoffkombinationen, die alle Beschwerden auf einmal bekämpfen und den Vorteil mit sich bringen, nur ein Medikament einnehmen zu müssen.

fischerAppelt

*forsa-Umfrage "Erkältungszeit", August 2011

Forschung

Aktuelle Meldungen aus dieser Rubrik

Rauchstopp stellt die "Uhr" zurück

Herz und Kreislauf erholen sich vom Rauchen, aber es dauert seine Zeit.

Neues Kontrastmittel macht MRT sicherer

Das Mittel auf Basis von Mangan scheidet der Körper schneller wieder aus.

Nachtschichten sind krebserregend

Ein Expertengremium untermauert diesen Zusammenhang mit neuen Daten.

Schwangerschaft: Wie Stress das Baby prägt

Hat die werdende Mutter viel Stress, kann das beeinflussen, wie sich die Nerven ihres Babys entwickeln.

Alzheimer: Müdigkeit als erstes Symptom

Die Erkrankung beginnt oft mit Schlafbedürfnis, Forscher wissen jetzt auch, warum das so ist.

Gelenkflüssigkeit verursacht Schmerz

Arthrose-Patienten quält offenbar nicht allein der Verschleiß ihrer Gelenke.

Therapie gegen Ebola in Sicht

Eine Studie im Kongo verlief so gut, dass sie vorzeitig abgebrochen werden konnte.

Überlebensvorteil dank Tumor-Bakterien

Beim Krebs der Bauchspeicheldrüse scheinen bestimmte Keime eine wichtige Rolle zu spielen.

Schlechter Schlaf: Was hält uns wach?

Alkohol, Koffein, Nikotin - Forscher haben untersucht, welche Substanzen den Schlaf stören.

Krafttraining lindert Schaufensterkrankheit

Betroffene leiden beim Gehen oft unter heftigen krampfartigen Schmerzen.

Depression bei jungen Patienten behandeln

Eine aktuelle Studie zeigt, dass Psychotherapie besser hilft als Antidepressiva.

Tripper einfach aushungern?

Eine neue Therapie könnte eine Alternative zu Antibiotika sein, die immer häufiger versagen.

Einen Überblick über alle Nachrichten bekommen Sie auf aponet.de unter Aktuelles.

Apotheke finden

Tagsüber
Notdienst
Alle Inhalte
schließen