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Kind vor dem Fernseher

Kinder lieben Fersehen. Hektische Filme können jedoch ihre Lernfähigkeit beeinträchtigen.
© Patric Martel - Fotolia

Mo. 12. September 2011

Kleinkinder lernen schlechter nach hektischen Zeichentrickfilmen

Rasante Fernsehsendungen mit unrealistischem Inhalt können bei Kleinkindern die Fähigkeit zu lernen beeinträchtigen. Das ergab eine Studie der Universität von Virginia in Charlottesville, USA. Die Wissenschaftler sehen zwei mögliche Ursachen.

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Die Wissenschaftler teilten die vierjährigen Studienteilnehmer in drei Gruppen: Eine Gruppe betrachtete neun Minuten lang eine populäre, aber hektische Zeichentrick-Sendung, eine weitere eine ruhigere Fernseh-Show, und eine dritte Gruppe malte. Anschließend testeten sie die Aufmerksamkeit der Kinder sowie deren Fähigkeit, ihr Verhalten zu zügeln und Aufgaben zu lösen.

"Zwischen der Gruppe, die gemalt hat, und der Gruppe, die eine ruhige Fernsehshow angesehen hat, gab es nur geringe Unterschiede", sagte Psychologin Professor Dr. Angeline Lillard. Allerdings hatten die genannten Fähigkeiten bei den Kindern, die eine hektische Zeichentrick-Sendung angesehen hatten, deutlich abgenommen.

Zwei Ursachen hält die Wissenschaftlerin für möglich: "Die Hektik, bei der die Figuren unablässig in Bewegung sind, und extrem unrealistische Elemente, die im Alltag völlig unsinnig sind, könnten die Konzentrationsfähigkeit der Kinder stören." Eine andere Möglichkeit sei, dass die Kinder sich mit den ungebändigten Figuren identifizierten und versuchten deren Charaktereigenschaften nachzuahmen, erläuterte Lillard.

Vierjährige Kinder seien an einem entscheidenden Punkt ihrer Entwicklung, erläuterten die Studienautoren. Sie begännen zu lernen, wie man lernt und wie man sich benimmt. Was die Kleinen im Fernsehen anschauten, könnte bleibende Effekte auf ihr lebenslanges Lernen und ihr Verhalten haben. Für eine gesunde Entwicklung der Kinder raten die Wissenschaftler zu kreativem Lernen und Spielen im Freien.

MP

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