Sie sind in: Startseite Aktuelles Ihr Apotheker informiert 188 neue Arzneistoffkandidaten

Aktuelles

Frau mit Arzneistoff

Viele neue Arzneistoffe sollen in Zukunft den Kampf gegen Krankheiten erleichtern.
© vfa/amgen

Mo. 04. Juli 2011

Pharmaindustrie: 188 Arzneistoffkandidaten bis 2015

Die deutschen Pharmaunternehmen könnten bis 2015 theoretisch 188 neue Arzneistoffe auf den Markt bringen. "Mehr als 130 Krankheiten sollen in den nächsten vier Jahren besser behandelbar werden", sagte Dr. Wolfgang Plischke, Vorsitzender des Verbands forschender Pharmaunternehmen (VfA) in Berlin.

Nach einer verbandsinternen Erhebung wird jeder dritte Arzneistoff, der bis 2015 auf den Markt kommen soll, zur Krebsbehandlung sein, nur 11 Prozent gegen Herz-Kreislauf-Leiden. Nachdem auf dem Gebiet der Antibiotika lange kaum etwas passiert ist, sollen bald mehrere neue Wirkstoffe gegen multi-resistente Krankenhauskeime (MRSA) verfügbar sein, allerdings aus altbekannten Klassen der Cephalosporine, Tetrazykline und Glykopeptide. Auch vier neue Mittel gegen Tuberkulose sind in der Pipeline. Bei den Virustatika sind gleich zehn Mittel gegen Hepatitis C in der Erprobung.

Anzeige

Weitere Forschungsgebiete sind unter anderem Diabetes, Schmerzen, psychische und neurologische Erkrankungen, COPD und Osteoporose. Aber auch gegen seltene Erkrankungen könnten laut VfA theoretisch in den kommenden vier Jahren bis zu 38 neue Substanzen auf den Markt kommen.

Rechnet man auch Projekte mit ein, die bekannte Wirkstoffe in neuen Indikationen oder Applikationsformen erproben, darf auf 359 Neuzulassungen gehofft werden; davon allein 116 im Bereich Krebs. Mittlerweile führen die Unternehmen bei 40 Prozent der Entwicklungsprojekte auch pharmakogenetische Studien durch. So können Medikamente sehr spezifisch mit höheren Heilungschancen eingesetzt und ein Therapieversagen verhindert werden.

Der Großteil der Stoffe wird immer noch chemisch synthetisiert (65 Prozent). Nur 5 Prozent gewinnt die Industrie aus Naturstoffen. Dafür stellt sie mittlerweile 28 Prozent der Arzneimittel gentechnisch her.

PZ/JPL

Ihr Apotheker informiert

Aktuelle Meldungen aus dieser Rubrik

Thema der Woche: Winter-Vitamine

Was unser Immunsystem unterstützt und wie sich unser Bedarf decken lässt, lesen Sie hier.

Weihnachtsbaum sicher transportieren

Diese Gefahren und Bußgelder drohen, wenn der Baum nicht richtig gesichert ist.

Zu viel Magnesium verursacht Durchfall

Experten empfehlen eine Tageshöchstmenge für Nahrungsergänzungsmittel.

Verstopfung bei Kindern behandeln

Ein Apotheker erklärt, was bei Problemen mit der Verdauung hilft.

Rentner schlafen besser und länger

Im Ruhestand lösen sich offenbar viele Schlafprobleme in Luft auf.

Gesunde Ernährung gegen MS-Symptome

Eine US-Studie zeigt, welchen Einfluss die Ernährung bei Multipler Sklerose hat.

Thema der Woche: Rotavirus

Besonders für Säuglinge und Kleinkinder ist das Magen-Darm-Virus gefährlich.

Akupunktur lindert Gelenkschmerzen

Die Methode hilft Frauen, die infolge einer Brustkrebs-Therapie unter Schmerzen leiden.

Senioren mangelt es an Vitamin D und B12

Forscher haben untersucht, wie gut über 65-Jährige mit Vitaminen versorgt sind.

Wie finde ich einen guten Chirurgen?

Experten zeigen Qualitätskriterien, die ein guter Chirurg erfüllen sollte.

Nudeln machen nicht alle Menschen dick

Die Gene entscheiden offenbar mit, welche Lebensmittel uns dick machen.

Ärzte warnen vor Vitamin-D-Überdosis

Wer hoch dosierte Präparate einnimmt, riskiert unter anderem Nierenschäden.

Einen Überblick über alle Nachrichten bekommen Sie auf aponet.de unter Aktuelles.

Apotheke finden

Tagsüber
Notdienst
Alle Inhalte
schließen