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Apothekerin berät Kundin.

Apothekerinnen und Apotheker beraten täglich Menschen mit Suchterkrankungen.
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Mo. 21. November 2011

Drogenbeauftragte Dyckmans: Apotheke als Anlaufstelle für Suchtkranke

Medikamente mit dem Pizzaservice, an Tankstellen und Drogerien, Doping im Freizeitsport, Gehirndoping an Universitäten – Verhältnisse wie in den USA wolle man in Deutschland in keinem Fall, sagte die Drogenbeauftragte der Bundesregierung Mechthild Dyckmans (FDP) anlässlich des 34. Heidelberger Herbstkongresses der Apothekerkammer Baden-Württemberg am vergangenen Wochenende. Gleichzeitig betonte sie die wichtige Rolle der Apotheker bei der Suchprävention.

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Abhängigkeit sei immer noch nicht als Erkrankung im öffentlichen Bewusstsein angekommen, sagte Dyckmans weiter. Betroffene fühlten sich häufig schuldig und nähmen aus Scham Hilfsangebote nicht wahr. Apothekerinnen und Apotheker seien ein wichtiger Knotenpunkt im komplexen und hoch spezialisierten Versorgungssystem für Patienten mit Suchterkrankungen, betonte sie. Mit Hilfe einer guten Vernetzung und dem Mut zur Beratung und Motivation könnten sie nicht nur dazu beitragen, über die Gefahren einzelner Substanzen zu informieren, sondern auch betroffene Personen in weitere Hilfen zu vermitteln. Niedergelassene Apotheken böten dazu einen niedrig-schwelligen, stets verfügbaren Zugang zu unverbindlicher und schneller Beratung.

"Eine Apotheke kann ihre Aufgaben in der Gesellschaft nur dann erfüllen, wenn sie über die finanziellen Mittel verfügt", erklärte Apotheker Dr. Wolfgang Luckenbach, Heidelberg. Sie benötige dazu qualifiziertes Personal und eine entspreche Ausstattung. Die Folgen des Arzneimittelmarktneuordnungsgesetzes (AMNOG) und auch Konsequenzen des Referentenentwurfs zur Apothekenbetriebsordnung, die angedachte "Apotheke light" mit nicht qualifizierter Besatzung, gefährdeten dies.

MP

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