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Arzt und Patient im Gespräch

Für gut eingestellte Patienten gebe es keine Veranlassung, Medikamente mit dem Wirkstoff Dabigatran abzusetzen und sich dem Risiko eines Schlaganfalls auszusetzen, heißt es vom Hersteller eines Medikaments mit Dabigatran.
© Robert Kneschke - Fotolia

Mo. 14. November 2011

Gerinnungshemmer Dabigatran: Medikament nicht eigenmächtig absetzen

Viele Patienten, die Arzneimittel mit dem Wirkstoff Dabigatran einnehmen, fühlen sich verunsichert. Der Hersteller des Gerinnungshemmers gab im Rahmen einer Pressekonferenz einen Zwischenbericht.

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Patienten reagieren derzeit verunsichert angesichts von Meldungen zu Todesfällen im Zusammenhang mit dem Gerinnungshemmer Dabigatran. Dies zeigten die zahlreichen Anrufe von Patienten beim Hersteller des Arzneimittels und bei den behandelnden Ärzten, erklärte Professor Dr. Andreas Barner, Vorsitzender der Unternehmensleitung des Herstellers. "Für gut eingestellte Patienten gibt es keine Veranlassung, das Medikament abzusetzen und sich dem Risiko eines Schlaganfalls auszusetzen", sagte Barner. Bei richtiger Dosierung biete das Arzneimittel bei einer höheren Sicherheit vor Blutungen einen besseren Schutz als bisher eingesetzte Medikamente.

Weltweit sei es bis Anfang November zu 256 Todesfällen nach der Einnahme des Medikaments gekommen, hatte das Nachrichtenmagazin "Der Spiegel" berichtet. Der Hersteller des Arzneimittels hatte die Zahl der Verdachtsfälle bestätigt. In Deutschland hat man bisher vier Fälle möglicher Blutungen durch Dabigatran verzeichnet. Bei allen Behandlungen mit gerinnungshemmenden Medikamenten, zu denen auch Acetylsalicylsäure (ASS), Phenprocoumon und Heparin zählen, kann es zu unerwünschten Blutungen kommen. Die Zahl der Verdachtsfälle liege sogar noch unter den Zahlen, die nach den Ergebnissen der Studie zu erwarten gewesen wäre, so der Hersteller.

Patienten können sich mit ihren Fragen an Ihren Arzt und jeden Apotheker wenden.

MP

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