Sie sind in: Startseite Aktuelles Ihr Apotheker informiert Frauenhirne durch Alkohol rasch belastet

Aktuelles

Weintrinkende Frau und biertrinkener Mann spielen Schach

Bei Alkoholmissbrauch verändern sich die Hirnfunktionen bei Frauen schneller als bei Männern.
© Techniker Krankenkasse

Do. 17. November 2011

Alkohol schadet Frauen schneller als Männern

Die Gehirne von Frauen reagieren offensichtlich deutlich empfindlicher auf Alkohol als die von Männern. Das haben Wissenschaftler der Universität von Göteborg in Schweden herausgefunden. Die Aktivität des sogenannten Serotonin-Systems von Frauen halbiert sich demnach schon nach vier Jahren Alkoholmissbrauchs. Bei Männern dauert dies erheblich länger.

Anzeige

Serotonin ist als Nervenbotenstoff für die Übertragung von Informationen von einer Nervenzelle auf die andere verantwortlich. Das Serotonin-System ist hauptsächlich für die Stimmung und die Impulskontrolle verantwortlich. Schon lange vermuten Wissenschaftler, dass sich die Spiegel verschiedener Nervenbotenstoffe bei Alkoholmissbrauch verändern. Die Wissenschaftler des Department of Psychology und der Sahlgrenska Academy in Göteborg haben nun drei unterschiedliche dieser Botenstoffe bei Frauen und Männern, die alkoholabhängig waren, genauer untersucht.

Bei Frauen mit übermäßigem Alkoholkonsum halbierte sich der Serotoninspiegel bereits nach vier Jahren. Bei Männern stellt sich ein ähnlicher Effekt erst nach zwölf Jahren ein. Natürlich sind die Effekte des Alkoholmissbrauchs für Männer und Frauen gleich ernst zu nehmen, so die Forscher. Allerdings ist es ebenso wichtig zu beachten, dass die Schäden bei Frauen offensichtlich schneller zu Tage treten als bei Männern. Ob sich das Serotonin-System bei Alkoholverzicht wieder erholen kann, ist indes noch ungeklärt.

KK

Ihr Apotheker informiert

Aktuelle Meldungen aus dieser Rubrik

Späte Vaterschaft birgt Risiken

Auch das Alter des Vaters wirkt sich auf den Verlauf einer Schwangerschaft aus.

Biotin kann Bluttest verfälschen

Präparate mit Biotin können offenbar Laborergebnisse beeinflussen- mit gefährlichen Folgen.

Bauchschmerzen bei einem Herzinfarkt?

Gerade bei älteren Frauen macht sich ein Herzinfarkt oft anders bemerkbar.

Cholesterin-Senker auch im hohen Alter?

Ältere Menschen profitieren durchaus von Statinen, zeigt eine neue Untersuchung.

Vitamin-Pillen nicht in Küche oder Bad lagern

Zu hohe Luftfeuchtigkeit zerstört die Wirkung von Nahrungsergänzungsmitteln.

Menstruationstasse oder Tampon?

Eine Frauenärztin erklärt, für wen sich Menstruationstassen eignen.

Mehr Jüngere erleiden einen Herzinfarkt

Ein Risikofaktor dafür könnte Drogenmissbrauch sein, glauben Forscher.

Hautpflege: 7 Mythen im Faktencheck

Sorgt Schokolade wirklich für Pickel? Eine Dermatologin klärt auf.

Abnehmen: Laufband oder Hantelbank?

Ausdauer- oder Muskeltraining? So lässt sich am besten Gewicht verlieren.

Vitamin D schützt nicht vor Depressionen

Auch andere Nahrungsergänzungsmittel haben keine Auswirkungen auf die Psyche.

Was tun, wenn Wunden lange bluten?

Experten klären am Lesertelefon über Blutgerinungsstörungen auf.

Herzinfarkt auf Reisen?

Es ist ratsam, Symptome ernst zu nehmen und Notrufnummern bereit zu halten.

Einen Überblick über alle Nachrichten bekommen Sie auf aponet.de unter Aktuelles.

Apotheke finden

Tagsüber
Notdienst
Alle Inhalte
schließen