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Frau cremt sich die Wange ein.

Akne-Patienten nehmen oft über längere Zeit Antibiotika ein, damit die Pickel verschwinden.
© Paul Hakimata - Fotolia

Mi. 23. November 2011

Akne-Antibiotika können Halsentzündungen fördern

Wer seine Akne mit Antibiotika-Tabletten behandelt, riskiert eine Halsentzündung. Das ist das Ergebnis einer Studie, die in der Fachzeitschrift Archives of Dermatology erschienen ist. Über elf Prozent derjenigen, die gegen Akne Antibiotika einsetzen, leiden demnach unter Halsentzündungen. Bei Vergleichspersonen, die keine Antibiotika bekamen, waren es nur 3,3 Prozent.

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Unter Experten wird diskutiert, wie sich die langfristige Einnahme von Antibiotika auf die Gesundheit auswirkt. Da Akne relativ häufig ist und auch über längere Zeiträume mit Antibiotika behandelt wird, kann man die Langzeiteffekte von Antibiotika an Akne-Patienten gut beobachten. Das haben Wissenschaftler der Perelman School of Medicine an der University of Pennsylvania in Philadelphia, USA, nun in zwei großen Studien getan. Sie verglichen dabei die Häufigkeit von Halsentzündungen bei College-Studenten, die ihre Akne mit Antibiotika behandelten und Vergleichspersonen, die keine Antibiotika bekamen.

In der ersten Studie berichteten zwei Drittel der Studenten, die Antibiotika einnahmen, sie hätten in den letzten 30 Tagen an einer Halsentzündung gelitten. Bei den Studenten, die keine Antibiotika einnahmen, klagte nur ein Drittel über Halsentzündungen. In der zweiten Studie kam es ebenfalls zu einem deutlich häufigeren Auftreten von Halsentzündungen bei den Testpersonen, die Antibiotika in Form von Tabletten gegen ihre Akne verschrieben bekamen. Hier waren 11,3 Prozent betroffen, während in der Gruppe derjenigen, die keine Antibiotika einsetzten nur 3,3 Prozent von Halsentzündungen berichteten. Lokal angewendete Antibiotika, etwa in Form von Salben, führten nicht zu einer Erhöhung des Risikos für Halsentzündungen.

KK

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