Sie sind in: Startseite Aktuelles Ihr Apotheker informiert Neue E-Nummer: Stevia zugelassen

Aktuelles

Zuckerwürfel

Rohrzucker ade - Welcome "Stevia". Ab 1. Dezember 2011 dürfen Lebensmittel-Hersteller in Europa nun auch den natürlichen und kalorienfreien Süßstoff Stevia verwenden. Es gelten allerdings Höchstmengen.
© blackcat - Fotolia

Fr. 18. November 2011

Neue E-Nummer: Süßstoff Stevia erhält Marktzulassung

Die Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit (efsa) hat zum ersten Dezember den kalorienfreien Süßstoff Stevia in der EU zugelassen. In Japan und den USA wird der Süßstoff bereits seit längerem verkauft. Ab Anfang Dezember dürfen auch in der EU Produkte auf den Markt gebracht werden, die diesen Süßstoff mit der E-Nummer E960 enthalten.

Stevia ist ein natürlicher Süßstoff, das unterscheidet ihn von allen anderen kalorienfreien Süßstoffen auf dem Markt. Er wird aus der Steviapflanze gewonnen. Die Ureinwohner Paraguays nutzen Stevia schon seit zweihundert Jahren. Stevia schmeckt etwa 300-mal süßer als Zucker. Der Unterschied: Wie andere Süßstoffe enthält Stevia keine Energie. Daher bietet es Karies-Bakterien keinen Nährboden, was die Zähne schont. Zudem ist es für Diabetiker geeignet, weil der den Blutzuckerspiegel nicht erhöht.

Dass Stevia so lange in der EU auf die Zulassung warten musste, lag an Berichten über mögliche Gesundheitsrisiken des Süßstoffs. Krebserregende Eigenschaften, eine drohende Unfruchtbarkeit der Konsumenten oder eine Embryonen schädigende Wirkung wurden diskutiert. Für die jetzige Zulassung stützt sich die efsa auf einen Bericht der Weltgesundheitsorganisation (WHO) aus dem Jahr 2008, der den Süßstoff für unbedenklich hält. Dennoch bleibt ein bitterer Beigeschmack.

Anzeige

Sicherheitshalber sind in den Zulassungsunterlagen genaue Obergrenzen für die Menge von Stevia in einzelnen Nahrungsmittelgruppen wie Backwaren, Milchprodukten oder Getränken festgelegt. Verbraucher werden den Zusatz sogenannter Steviol-Glycoside künftig unter dem Kürzel E960 in der Zutatenliste ihrer Nahrungsmittel wiederfinden.

Die efsa empfiehlt, den täglichen Verzehr von Stevia auf 4 mg/kg Körpergewicht zu beschränken. Bei 60 Kilogramm Körpergewicht entspricht das 240 Milligramm Stevia – in etwa der Menge, die in einem halben Schokoriegel verarbeitet ist. Da diese Menge bei starken Konsumenten wohl überschritten werden wird, empfiehlt die Efsa insbesondere den Verzehr von gesüßten Getränken einzuschränken, da davon auszugehen sei, dass ein Großteil der verzehrten Menge Stevia aus diesen Produkten stammen wird. Zudem werden die Hersteller wohl zu Kombinationen aus Stevia und anderen Süßstoffen und Zucker zurückgreifen, um ihre Produkte ausreichend süß zu machen, ohne bereits mit einer Portion die empfohlenen Grenzwerte zu überschreiten.

KK/RF

Ihr Apotheker informiert

Aktuelle Meldungen aus dieser Rubrik

Arbeitsweg: Auto-Verzicht zahlt sich aus

Wer öfter zu Fuß geht oder das Fahrrad nimmt, lebt länger und gesünder.

Eier: Gut oder schlecht für das Herz?

Ein Ei pro Tag könnte sogar einen schützenden Effekt haben.

Die besten Tipps gegen schwere Beine

Im Thema der Woche lesen Sie, wie sich schweren Beinen, Besenreisern und Krampfadern vorbeugen lässt.

Thema der Woche: Getreide-Ersatz

Mehr über die Vor- und Nachteile von Amaranth, Buchweizen und Quinoa lesen Sie hier.

Wie viel muss ich beim Sport trinken?

Auch beim Schwimmen kann der Körper austrocknen, warnen Experten.

Schmerzmittel steigern den Blutdruck

Hypertoniker müssen bei rezeptfreien Schmerzmitteln besonders aufpassen.

Gesundheitsgefahr durch 5 Helm-Mythen

Ein Unfallexperte stellt verbreitete Missverständnisse richtig.

Thema der Woche: Cluster-Kopfschmerz

Die Schmerzen äußern sich als intensiv bohrend oder brennend im Bereich von Schläfe und Auge.

Fünf Tipps für gesunde Augen

So erkennen Sie Augenkrankheiten früh oder können ihnen vorbeugen.

Verdoppelt ASS das Risiko für Hautkrebs?

Eine große Studie fand einen Zusammenhang für Männer.

Schilddrüse: Ein Fall für mehrere Ärzte

Vor einer Operation ist es ratsam, sich von verschiedenen Fachärzten untersuchen lassen.

Thema der Woche: Diäten im Check

Was hinter Paleo und Low Carb steckt und wie die Pfunde am besten purzeln, lesen Sie hier.

Einen Überblick über alle Nachrichten bekommen Sie auf aponet.de unter Aktuelles.

Anzeige

Typ 2 Diabetes: Umfrage zu Risiken

Sie sind an Typ 2 Diabetes erkrankt? Was wissen Sie über Ihr Herzrisiko? Das will die International Diabetes Federation (IDF) in einer groß angelegten, globalen Umfrage herausfinden. Jetzt teilnehmen!
Mehr erfahren

Anzeige

Service

Zum NAI-Gewinnspiel Zum NAI-Portal

Themenspecial: Diabetes

Frau mit Hut im GrünenIm Themenspecial Diabetes lesen Sie aponet.de viel Wissenswertes rund um die Behandlung von Diabetes: Viele Informationen, Checklisten, Selbsttests und eine Umfrage speziell für Typ-2-Diabetiker.

Alle weiteren Specials in der Übersicht finden Sie hier.

Wissen

Arzneimitteldatenbank

Informationen zu Arzneimitteln, Beschwerden oder Wirkstoffen.

Apotheke finden

Tagsüber
Notdienst
Alle Inhalte
schließen