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Küste von Madeira

Auch in Madeiras Küstennähe findet sich die Flechtenart, deren Farbstoff im Kampf gegen Alzheimer helfen könnte.
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Mo. 05. Dezember 2011

Flechten-Farbstoff hilft in Kampf gegen Alzheimer

Die Entstehung der Alzheimer-Krankheit kann offenbar durch einen Farbstoff aufgehalten werden. Das aus Flechten gewonnene Orcein verhindert dabei die Anhäufung eines Eiweißstoffes, der für Alzheimer verantwortlich gemacht wird. Dies haben Berliner Mediziner beobachtet.

Flechten leuchten in den unterschiedlichsten Farben und werden deshalb schon seit Jahrhunderten zum Färben von Stoffen und Lebensmitteln verwendet. Jetzt haben die Forscher erkannt, dass der Farbstoff Orcein aus der Flechten-Gattung Rocella im Kampf gegen Alzheimer eine entscheidende Rolle einnehmen könnte.

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Das rote Orcein bindet an einen kleinen, giftigen Eiweißstoff im Gehirn und verwandelt ihn in einen großen, ungiftigen. Von den kleinen Eiweißstoffen vermutet man, dass sie Hirnzellen erlahmen lassen und damit die Alzheimer-typischen Gedächtnisstörungen hervorrufen.

Neben dem natürlichen Orcein beschleunigt auch sein künstlicher, blauer Abkömmling O4 die Verwandlung der toxischen Eiweißstoffe in seinen ungiftigen großen Bruder. Orcein wird aus einer Flechte gewonnen, die in Küstennähe zum Beispiel auf den Kanarischen Inseln oder Madeira wächst und aus der auch schon der Säure-Base-Indikator Lackmus gewonnen wurde.

Flechten zählen zu den Pilzen, stellen aber eine Sonderform dar, da sie immer aus einem Pilz und einer Grünalge oder einem Bakterium bestehen. Die in der Apotheke wohl bekannteste Flechte ist Isländisch Moos, das eben gar kein Moos ist. Isländisch Moos kommt beispielsweise bei Heiserkeit zum Einsatz.

FH

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