Sie sind in: Startseite Aktuelles Ihr Apotheker informiert Kortisontherapie verhindert Kindstod

Aktuelles

Frühchen

Frühgeborene profitieren davon, wenn die werdenden Mütter vor der Geburt mit Kortison behandelt werden.
© Techniker Krankenkasse

Do. 08. Dezember 2011

Kortisontherapie verhindert Kindstod bei Frühgeborenen

Frühgeborene haben ein verringertes Risiko für einen Plötzlichen Kindstod, wenn die werdende Mutter schon vor der Geburt mit Kortisonpräparaten behandelt wurde. Dies gilt auch, sofern eine Geburt vor der 24. Schwangerschaftswoche drohe. Das haben jetzt Wissenschaftler der University of Alabama in Birmingham in den USA herausgefunden.

Dass eine Kortisonbehandlung vor der Geburt die Entwicklung des Frühgeborenen fördert und auch das Risiko für den plötzlichen Kindstod verringert, ist schon länger bekannt. Bisher wurden jedoch nur Frauen behandelt, bei denen eine Geburt in der 24. bis 34. Schwangerschaftswoche droht. Für eine Kortisontherapie bei einem noch früheren Geburtstermin fehlten bisher die Daten.

Anzeige

Die Wissenschaftler der University of Alabama haben nun die Daten von über 10.000 Frühgeborenen ausgewertet, die mit einem Geburtsgewicht von 401 bis 1000 Gramm in der 22. bis 25. Schwangerschaftswoche zur Welt kamen. Etwa 74 Prozent der werdenden Mütter hatten vor der Geburt eine Kortisontherapie erhalten. Die Kinder dieser Mütter zeigten im späteren Verlauf seltener neurologische Entwicklungsstörungen und ihr Risiko, zwischen dem 18. und 22. Lebensmonat zu versterben, war geringer.

Zwar konnte die Überlebenswahrscheinlichkeit durch die Kortisontherapie fast verdoppelt werden, insgesamt ist sie bei so früh geborenen Kindern mit nur 36 Prozent aber immer noch recht niedrig, betonen die Forscher. Bei Kindern, die vor der 22. Schwangerschaftswoche geboren wurden, zeigte sie kaum Effekte. Eine vorgeburtliche Kortisontherapie der Mutter sollte daher erst ab der 23. Schwangerschaftswoche in Betracht gezogen werden, so die Wissenschaftler.

KK

Der aponet.de-Newsletter

Sie interessieren sich für aktuelle Gesundheits-Nachrichten? Probieren Sie das kostenfreie Newsletter-Abonnement von aponet.de und verpassen Sie keine Meldung mehr.

Ihr Apotheker informiert

Aktuelle Meldungen aus dieser Rubrik

Radfahren schadet der Manneskraft nicht

US-Forscher geben Entwarnung für Freizeit- und Sportradler.

NAI vom 15.1.2018: Gesunde Zähne zeigen

In der aktuellen Ausgabe der Neuen Apotheken Illustrierten startet die neue Serie „Gesunde Zähne zeigen“.

Thema der Woche: 7 Tipps für Erkältete

Mit diesen Tipps sind Sie schnell wieder auf den Beinen.

Nahrungsergänzung: Neue Höchstmengen

Experten haben ihre Empfehlungen für Vitamine und Mineralstoffe aktualisiert.

Säuglingsmilch nicht selbst herstellen

Solche Milch liefert unter Umständen nicht genug Nährstoffe und kann Babys krank machen.

EMS-Training: Nicht ohne Risiko

Der neue Trendsport kann unter Umständen Muskeln und Nieren schädigen.

Kleine Wunden selbst versorgen

Mit diesen Tipps lassen sich Schnitt- oder Schürfwunden ganz einfach selbst versorgen.

Sehfehler sind schuld an vielen Skiunfällen

Eine passende Skibrille kann Unfälle verhindern. Experten erklären, worauf es beim Kauf ankommt.

Thema der Woche: Warzen loswerden

Was neben Schneckenschleim sonst noch gegen die lästigen Hautmale hilft.

Rückenschmerzen selbst behandeln

Apotheker geben Tipps, wie sich beginnende Schmerzen in den Griff bekommen lassen.

Zucker unterstützt Durchfallkeim

Ein Zuckeraustauschstoff fördert die Ausbreitung gefährlicher Clostridium-Infektionen.

Fördert Schlafmangel Alzheimer-Demenz?

Ursache sind bestimmte Eiweißstoffe, die das Gehirn produziert.

Einen Überblick über alle Nachrichten bekommen Sie auf aponet.de unter Aktuelles.

Apotheke finden

Tagsüber
Notdienst
Alle Inhalte
schließen