Sie sind in: Startseite Aktuelles Ihr Apotheker informiert Sauerkirschsaft als Schlafhilfe

Aktuelles

Schlafende Frau

Ob sie Sauerkirschsaft getrunken hat? Zwei Glas davon sollen die Schlafdauer um eine halbe Stunde verlängern.
© Robert Kneschke - Fotolia

Fr. 09. Dezember 2011

Geheimtipp: Sauerkirschsaft gegen Schlafprobleme

Zwei Glas Sauerkirschsaft sollen die Schlafdauer pro Nacht um eine halbe Stunde verlängern. Das sagt eine neue amerikanische Studie, die jüngst in Fachmedien veröffentlicht wurde. Auch andere Pflanzenprodukte helfen beim Einschlafen und gegen das nächtliche Aufwachen. Hier eine Liste.

Sauerkirschsaft scheint einen hohen Anteil des natürlichen Schlafhormons "Melatonin" zu haben. Das fanden amerikanische Schlaf-Forscher heraus. Damit wird Sauerkirschsaft zum Geheimtipp – zumindest in Amerika. Dort leidet rund ein Drittel der Bevölkerung unter Schlafstörungen.

Auch in Deutschland sind seit jeher Pflanzenprodukte als sanfte Schlafhilfen beliebt und mittlerweile gut erforscht:

Anzeige

  • Wen es beim Gedanken an eine bevorstehende Prüfung nachts nicht im Bett hält, kommt mit Baldrian zur Ruhe. Studien haben gezeigt: Baldrian beruhigt und fördert die Konzentration, macht aber nicht schläfrig.
  • Melisse beruhigt und schmeckt aromatisch nach Zitrone, ihre Blätter ergeben einen wohlschmeckenden Tee. Wegen der mangelnden Stabilität der Wirkstoffe lieber zu Tabletten oder Dragees greifen.
  • Hopfen lässt sich selbstverständlich in Form der verschiedenen Biersorten genießen. Als regelmäßiger Schlafförderer eignet sich Alkohol jedoch nicht. Hopfen wirkt ohne Alkohol. Es gibt ihn als losen Tee, in fertigen Kombinationen mit anderen beruhigenden Pflanzen in Tees oder anderen Arzneiformen.
  • Lavendel beruhigt und fördert den Schlaf. Etwa in Form von ätherischem Öl in der Duftlampe, als Lavendelkissen, als Tee oder neuerdings in hoch dosierten Kapseln aus der Apotheke. Sehr gut gegen Schlafprobleme hilft auch ein Lavendelbad. Hier ergänzen sich das heiße Badewasser und der Lavendelduft in ihrer beruhigenden Wirkung.
  • Johanniskraut wirkt mehr antidepressiv und den Antrieb steigernd als beruhigend. Trotzdem sorgt es für erholsamen Schlaf. Denn wer seinen Tag aktiv gestalten kann, fühlt sich ausgeglichener, schläft besser und wacht morgens ausgeruht und erholt auf.

Für alle pflanzlichen Beruhigungs- und Schlafmittel gilt: Sie wirken meist erst nach ein bis zwei Wochen. Hier nützt, was man bei "chemischen" Schlafmitteln vermeiden sollte: eine regelmäßige Einnahme. Sind die Schlafstörungen verschwunden, brauchen natürlich auch die pflanzlichen Mittel nicht weiter eingenommen zu werden.

Kalte Füße sind übrigens Schlafkiller. Kein Witz: Bettsocken helfen!

JPL

Der aponet.de-Newsletter

Sie interessieren sich für aktuelle Gesundheits-Nachrichten? Probieren Sie das kostenfreie Newsletter-Abonnement von aponet.de und verpassen Sie keine Meldung mehr.

Ihr Apotheker informiert

Aktuelle Meldungen aus dieser Rubrik

Kinder mit Asthma: Fehler bei Sprays

Kommen junge Asthma-Patienten ins Krankenhaus, liegt dies offenbar oft an Fehlern bei der Anwendung von Asthma-Sprays.

Tricks vom Apotheker: Tabletten schlucken

Mit diesen zwei Tricks klappt das Herunterschlucken von Kapseln und Tabletten ganz einfach.

Diese Schlaf-Mythen sind gefährlich

Experten räumen mit Gerüchten auf, von denen einige sogar die Gesundheit gefährden.

Zinkoxid hemmt Körpergeruch effektiv

Die chemische Verbindung reduziert unangenehme Gerüche in der Achselhöhle.

4 Tipps: Stillen nach dem Kaiserschnitt

Nach einem Kaiserschnitt ist das Stillen manchmal problematisch.

Vegan leben in der Schwangerschaft?

Damit sich das Gehirn des Babys entwickeln kann, müssen Frauen ausreichend Vitamin B12 zu sich nehmen.

Rauchstopp gelingt zusammen besser

Paare, die gemeinsam mit dem Rauchen aufhören, haben eine deutlich höhere Erfolgschance.

Atemtraining für den Blutdruck

Fünf Minuten Training pro Tag senken den Blutdruck und verbessern die Fitness.

Medikamentöse Therapie bei Parkinson

Experten klären am Lesertelefon darüber auf, wie sich die Krankheit behandeln lässt.

Fluorchinolone nur noch für den Ernstfall

Gewisse Antibiotika dürfen wegen schwerer Nebenwirkungen nur noch in Ausnahmefällen verordnet werden.

Frühlingswetter sorgt oft für Erkältungen

Durch die schwankenden Temperaturen ist das Immunsystem gerade besonders belastet.

Sanfte Hilfe bei Wechseljahresbeschwerden

Leichte bis mäßige Beschwerden lassen sich mit pflanzlichen Medikamenten lindern.

Einen Überblick über alle Nachrichten bekommen Sie auf aponet.de unter Aktuelles.

Apotheke finden

Tagsüber
Notdienst
Alle Inhalte
schließen