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Wermutpflanze

Der Wermut enthält besonders viele Bitterstoffe, die den Appetit anregen.
© WALA Heilmittel GmbH

Do. 29. Dezember 2011

Serie "Magenkräuter", Teil 5: Wermut

Drückt und sticht es in der Körpermitte, greifen viele Menschen auf pflanzliche Präparate zurück. aponet.de stellt in einer sechsteiligen Serie die wichtigsten "Magenkräuter" vor. Heute: der Wermut.

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Geradezu euphorisch wurde vor einigen Jahren die Rückkehr des lange verbotenen Wermutschnapses Absinth gefeiert. Galt er doch Ende des 19. Jahrhunderts als Wunderelixier für Künstler und Kreative. Allerdings trieb er nicht wenige in den Wahnsinn: Man denke an Vincent van Goghs abgeschnittenes Ohr. Die Nervenstörungen, die bei übermäßigem Genuss dieses Getränks auftraten, wurden dem Wermut angelastet. Heute geben Wissenschaftler eher dem oftmals schlecht gebrannten Absinth und dem Alkoholismus der Trinker die Schuld an diesen "Nebenwirkungen". Ein später "Freispruch" für den Wermut.

Davon abgesehen wird Wermut traditionell als Teeaufguss gegen Appetitlosigkeit und Verdauungsbeschwerden eingesetzt. Dass Medizin bitter schmecken muss, könnte ein Lehrsatz sein, der nach "Genuss" eines Wermuttees entstanden ist. Die Bitterstoffe der Pflanze sorgen dafür, dass nach dem Trinken die Produktion von Verdauungssäften angekurbelt wird. Diese wiederum regen den Appetit an, was die europäische Arzneimittelbehörde ESCOP bestätigt.

Für einen Tee überbrüht man etwa einen Teelöffel des Krauts mit 150 Milliliter kochendem Wasser und lässt das Ganze drei Minuten ziehen. Am besten wirkt der Tee, wenn man ihn etwa eine halbe Stunde vor den Mahlzeiten trinkt. Falls Ihnen der so zubereitete Tee zu bitter sein sollte, reduzieren Sie einfach die Wermutmenge oder verkürzen Sie die Ziehzeit, bis Ihnen das Getränk zusagt.

RF

Die komplette Serie bei aponet.de

Hier finden Sie weitere Folgen der Serie "Die wichtigsten Magenkräuter", sofern bereits veröffentlicht:

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