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Junge Frau vor einem Teller mit Torte

Den Heißhunger am Morgen nach einer durchfeierten Nacht können Forscher jetzt erklären: Der Schlafmangel aktiviert eine Appetit-anregende Hirnregion.
© fox17 - Fotolia

Fr. 20. Januar 2012

Schlafmangel macht hungrig

Wer nicht ausreichend schläft, riskiert Übergewicht. Forscher der Universität von Uppsala in Schweden haben nun herausgefunden, warum Schlafmangel hungrig macht. Eine bestimmte Hirnregion, die für die Appetitregelung zuständig ist, wird durch Schlafentzug vermehrt aktiviert. Wer dies verhindern wolle, solle jede Nacht etwa acht Stunden schlafen.

Die Wissenschaftler haben 12 gesunde Freiwillige mit einem normalen Körpergewicht untersucht. Eine Nacht lang durften die Männer normal schlafen, in einer weiteren Nacht wurden sie wach gehalten. Jeweils am nächsten Morgen wurde die Nervenaktivität der Testpersonen mit einer Kernspinuntersuchung ermittelt, während die Probanden Bilder verschiedener Lebensmittel sahen. Zum einen fanden sich darunter Gerichte mit hohem Kaloriengehalt sowie kalorienarme Lebensmittel. Zusätzlich wurde der Blutzuckerspiegel gemessen, und die Probanden wurden nach ihrem Hungergefühl befragt.

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Nach dem Schlafentzug zeigte sich, dass eine bestimmte Hirnregion bei den Probanden besonders aktiv wurde, wenn sie Bilder von Lebensmittel sahen. Dabei handelt es sich um einen Hirnbereich, der besonders für die Appetit-Regulation verantwortlich ist. Zudem konnte schon in anderen Experimenten gezeigt werden, dass Schlafentzug den Energieverbrauch am nächsten Morgen drosselt, obwohl die Testpersonen deutlich mehr Hunger verspürten.

Auch in der neuen Studie berichteten die Freiwilligen über ein verstärktes Hungergefühl nach der durchwachten Nacht. Die Blutzuckerspiegel unterschieden sich aber nicht von denen nach einer Nacht mit ausreichend Schlaf. Dies ist ein Zeichen dafür, dass der Schlafentzug nicht etwa dazu führt, dass vermehrt Energie verbraucht wird und der Hunger durch eine Unterzuckerung entsteht. Vielmehr beruht er auf der Aktivierung der Hirnregionen, die den Appetit fördern.

KK

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