Sie sind in: Startseite Aktuelles Ihr Apotheker informiert Stumme Schlaganfälle schaden Gedächtnis

Aktuelles

Seniorenpaar geht spazieren.

Schlaganfälle können unbemerkt auftreten. Das Gedächtnis leidet darunter mit der Zeit.
© mauritius images

Mi. 04. Januar 2012

Stumme Schlaganfälle schränken das Gedächtnis ein

Wissenschaftler des Taub Institute des Columbia Medical Center in New York, USA, haben eine neue Erklärung dafür gefunden, warum manche ältere Menschen ihr Gedächtnis verlieren. Verantwortlich seien unbemerkte Schlaganfälle, die zu einer Schrumpfung des sogenannten Hippocampus führen. Diese Hirnregion ist eine zentrale Schaltstation, in der verschiedene Nervenbahnen zusammenlaufen.

Anzeige

Die amerikanischen Wissenschaftler haben 658 Senioren mit einem Kernspintomografen untersucht. Bei jedem Vierten konnten sie Hirnveränderungen erkennen, die auf einen sogenannten "stummen" Schlaganfall hindeuten. Dabei hatten diejenigen, die viele solcher unbemerkten Schlaganfälle erlitten hatten, auch stärkere Einschränkungen in ihrem Gedächtnis. Dement war keiner der Patienten. Allerdings konnten die Wissenschaftler ebenfalls erkennen, dass bei einigen Patienten der Hippocampus deutlich geschrumpft war. Die Forscher vermuten, dass die Schrumpfung dieses Hirnareals mit den stummen Schlaganfällen zusammenhängt.

Im Hippocamous werden die Informationen aus verschiedenen Sinnessytemen zusammengeführt, verarbeitet und dann an die Großhirnrinde weitergeleitet. Außerdem ist diese Region maßgeblich dafür verantwortlich, wie Inhalte vom Kurzzeitgedächtnis ins Langzeitgedächtnis überführt werden. Menschen, bei denen der Hippocampus zerstört oder entfernt wurde, können keine Erinnerungen aufbauen.

KK

Der aponet.de-Newsletter

Sie interessieren sich für aktuelle Gesundheits-Nachrichten? Probieren Sie das kostenfreie Newsletter-Abonnement von aponet.de und verpassen Sie keine Meldung mehr.

Ihr Apotheker informiert

Aktuelle Meldungen aus dieser Rubrik

Engpässe bei Grippeimpfstoffen

Eine Umfrage zeigt, wie angespannt sich die Lage zurzeit darstellt.

Depression: Zu viel Schlaf ist schädlich

Viel Schlaf und langes Liegen im Bett kann die Symptome verschlechtern.

Starke Kopfschmerzen sind ein Warnzeichen

Extreme Kopfschmerzen können auf ein lebensgefährliches Aneurysma hindeuten.

Gesundheits-Apps auf Rezept

In Deutschland gibt es künftig Gesundheits-Apps, die kostenfrei auf Kassenrezept verfügbar sind.

Verstopfung in der Schwangerschaft

Etwa jede zweite Frau leidet während und kurz nach der Schwangerschaft unter Verstopfungen.

Vitamin D und Kalzium helfen bei Schwindel

Wiederkehrende Schwindelattacken könnten damit verhindert werden, zeigt eine neue Studie.

Fisch kann Listerien enthalten

Einige Menschen müssen bei geräuchertem oder rohem Fisch aufpassen.

Wann ist Unordnung nicht mehr normal?

Eine Psychologin erklärt, was es mit dem Messie-Syndrom auf sich hat und welche Warnzeichen es gibt.

Physiotherapie bessert Ischiasbeschwerden

Fängt die Therapie so früh wie möglich an, zeigt sie oft gute Ergebnisse.

Ab 40 zur Glaukom-Früherkennung

Auf diese Weise kann die Augenkrankheit frühzeitig erkannt und behandelt werden.

Kaffee besser erst nach dem Frühstück

Für den Stoffwechsel könnte es besser sein, erst nach dem Frühstück Kaffee zu trinken.

Leberschäden machen zunächst nur müde

Leistungsschwäche ist oft das einzige Anzeichen für eine beginnende Leberschädigung.

Einen Überblick über alle Nachrichten bekommen Sie auf aponet.de unter Aktuelles.

Apotheke finden

Tagsüber
Notdienst
Alle Inhalte
schließen