Sie sind in: Startseite Aktuelles Ihr Apotheker informiert Osteoporose nach den Wechseljahren

Aktuelles

Seniorin

Seniorinnen, die gegen Magenprobleme Arzneimittel einnehmen, bekommen häufiger Knochenbrüche.
© tbel - Fotolia

Mi. 01. Februar 2012

Osteoporose: Magensäure-Blocker rauben Seniorinnen Calcium

Medikamente, die die Produktion der Magensäure hemmen, können bei Frauen nach den Wechseljahren das Risiko für Hüftbrüche erhöhen. Das ist das Ergebnis einer Studie, die im Fachblatt British Medical Journal erschienen ist.

Anzeige

In einer Untersuchung haben Wissenschaftler des Massachusetts General Hospital in Boston in den USA fast 80.000 Frauen über acht Jahre beobachtet. Besonderes Augenmerk richteten sie dabei auf den Zusammenhang von Hüftfrakturen und sogenannten Protonenpumpenhemmern. Diese Medikamente werden häufig zur Behandlung von Sodbrennen und der Refluxkrankheit eingesetzt. Eine bekannte Nebenwirkung dieser Wirkstoffe ist, dass sie die Aufnahme von Calcium vermindern, das für den Knochenaufbau wichtig ist. Da besonders ältere Frauen nach der Menopause häufig an Knochenschwund leiden, ist für sie das Calcium besonders wichtig.

Das Ergebnis der Untersuchung: Frauen, die über mehrere Jahre Protonenpumpenhemmer einnehmen, leiden häufiger an Hüftbrüchen in Folge einer Osteoporose als Frauen, die diese Medikamente nicht einnehmen. Das Risiko erhöht sich dabei um 35 Prozent. Wenn die Frauen zusätzlich noch rauchen oder Raucherinnen waren, erhöht sich das Risiko auf 50 Prozent. Dabei hängt das Risiko von der Dauer der Einnahme ab.

Den Forschern fiel zusätzlich auf, dass in den acht Jahren der Beobachtung von 2000 bis 2008 der Anteil der Frauen, die diese Medikamente einnehmen, von 6,7 Prozent auf 18,9 Prozent gestiegen ist. Die Zahl der Frauen, die aufgrund des Rauchens und der Einnahme dieser Medikamente Hüftfrakturen erleiden werden, dürfte in den nächsten Jahren also noch steigen. Die Experten regen daher an, auch auf dem Beipackzettel der Protonenpumpenhemmer das erhöhte Risiko bei Raucherinnen nach den Wechseljahren zu vermerken. Übrigens sank das Risiko innerhalb von zwei Jahren wieder auf normale Werte, wenn die Patientinnen das Medikament abgesetzt hatten.

KK

Der aponet.de-Newsletter

Sie interessieren sich für aktuelle Gesundheits-Nachrichten? Probieren Sie das kostenfreie Newsletter-Abonnement von aponet.de und verpassen Sie keine Meldung mehr.

Ihr Apotheker informiert

Aktuelle Meldungen aus dieser Rubrik

Thema der Woche: Multiple Sklerose

Bislang ist die Krankheit nicht heilbar, lässt sich aber mit Medikamenten gut behandeln.

Wie Ernährung das Krebsrisiko beeinflusst

Einige Lebensmittel erhöhen die Entzündungsaktivitäten im Körper.

Herzkrankheiten sind Todesursache Nr. 1

Vor allem Frauen sind Risikopatienten, wie der Deutsche Herzbericht zeigt.

Wie gefährlich ist die Schweinepest?

Das Bundesinstitut für Risikobewertung äußert sich zum Gesundheitsrisiko für Verbraucher.

Radfahren schadet der Manneskraft nicht

US-Forscher geben Entwarnung für Freizeit- und Sportradler.

NAI vom 15.1.2018: Gesunde Zähne zeigen

In der aktuellen Ausgabe der Neuen Apotheken Illustrierten startet die neue Serie „Gesunde Zähne zeigen“.

Thema der Woche: 7 Tipps für Erkältete

Mit diesen Tipps sind Sie schnell wieder auf den Beinen.

Nahrungsergänzung: Neue Höchstmengen

Experten haben ihre Empfehlungen für Vitamine und Mineralstoffe aktualisiert.

Säuglingsmilch nicht selbst herstellen

Solche Milch liefert unter Umständen nicht genug Nährstoffe und kann Babys krank machen.

EMS-Training: Nicht ohne Risiko

Der neue Trendsport kann unter Umständen Muskeln und Nieren schädigen.

Kleine Wunden selbst versorgen

Mit diesen Tipps lassen sich Schnitt- oder Schürfwunden ganz einfach selbst versorgen.

Sehfehler sind schuld an vielen Skiunfällen

Eine passende Skibrille kann Unfälle verhindern. Experten erklären, worauf es beim Kauf ankommt.

Einen Überblick über alle Nachrichten bekommen Sie auf aponet.de unter Aktuelles.

Apotheke finden

Tagsüber
Notdienst
Alle Inhalte
schließen