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Wenn Kinder eine gestörte Sprachentwicklung zeigen, dann könnte das an einem mütterlichen Vitamin-D-Mangel während der Schwangerschaft liegen.
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Mi. 15. Februar 2012

Schwangerschaft: Vitamin D fördert die Sprachentwicklung des Kindes

Frauen, die während ihrer Schwangerschaft besonders niedrige Vitamin-D-Spiegel hatten, bekommen eher Kinder, die im Laufe der Zeit Sprachstörungen entwickeln. Das ist das Ergebnis einer australischen Langzeitstudie über 20 Jahre. Demnach zeigen Kinder von Müttern mit Vitamin-D-Mangel fast doppelt so häufig Auffälligkeiten in der Sprachentwicklung.

In einer Studie haben die Wissenschaftler des University of Western Australia's Telethon Institute for Child Health Research in Subiaco in Australien fast 750 Schwangere untersucht. Ihnen wurden in der 18. Schwangerschaftswoche Blutproben entnommen, aus denen der Vitamin-D-Spiegel bestimmt wurde. Diese Phase der Schwangerschaft ist für die Hirnentwicklung des Fetus besonders wichtig. Dann teilten die Forscher die Schwangeren abhängig von ihrem Vitamin-D-Spiegel in Gruppen ein.

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Nach der Niederkunft wurden die Kinder im Alter von zwei, fünf, acht, zehn, 14 und 17 Jahren untersucht. Kinder von Müttern, die während der Schwangerschaft die niedrigsten Vitamin-D-Spiegel hatten, zeigten im Alter von fünf bis zehn Jahren fast doppelt so häufig Sprachprobleme. Verhaltensauffälligkeiten oder andere emotionale Probleme hingegen beobachteten die Forscher nicht.

Vitamin D ist für die neurologische Entwicklung des Fetus sehr wichtig. Bereits andere Studien zeigten, dass Kinder von Frauen, die im Winter oder Frühling schwanger werden, häufiger an der Nervenerkrankung Multiple Sklerose erkranken. In dieser Zeit ist durch die geringe Sonneneinstrahlung der Vitamin-D-Spiegel im Blut der Menschen besonders niedrig. Die australischen Experten vermuten, dass Vitamin D auch direkt auf das Hirnwachstum von Feten einwirke. Auf jeden Fall aber zeigen die Ergebnisse ihrer Studie, dass eine ausreichende Versorgung der werdenden Mütter mit Vitamin D für die normale Sprachentwicklung der Kinder notwendig sei.

KK

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