Sie sind in: Startseite Aktuelles Ihr Apotheker informiert Kortisoncremes richtig dosieren

Aktuelles

Mann cremt sich ein.

Ein Faustregel erleichtert die Dosierung von Kortisoncremes.
© Robert Kneschke - Fotolia

Mo. 19. März 2012

Kortisoncremes richtig dosieren

Patienten fühlen sich häufig verunsichert, wie sie Kortisoncremes und -salben, die der Arzt verschrieben hat, dosieren sollen. Eine einfache Regel kann die Anwendung sicherer machen.

Anzeige

Von Kortisoncremes und -salben möchte niemand gerne versehentlich zu viel anwenden. Dosierungsangaben etwa in Milligramm pro Quadratzentimeter Hautfläche seien für den Patienten jedoch sehr abstrakt, erläuterte Professor Dr. Günther Weindl, Freie Universität Berlin, anlässlich einer Fortbildungsveranstaltung für Apotheker in Gießen. Anschaulicher sei die Angabe in der sogenannten Fingerspitzen-Einheit, der Finger Tip Unit (FTU). Diese bezeichnet einen Salbenstrang von der Länge eines Fingerendglieds, den jeder leicht selbst abmessen kann. Umgerechnet entspricht dies rund 0,5 g Salbe. Für verschiedene Körperteile eines Erwachsenen verwendet man einfach ein Vielfaches davon (siehe unten), für Kinder gelten gesonderte Empfehlungen.

Diese Faustregel setzt voraus, dass der Arzt ein Kortisonpräparat verordnet, das auf die Schwere der Hauterkrankung abgestimt ist: bei leichteren Erkrankungen eine schwächere Salbe und bei ernsteren Hautproblemen eine höher dosierte bzw. stärker wirksame Zubereitung.

Viel hilft viel – dieser häufig kolportierte "Grundsatz" trifft auf die Wirkung von Kortisoncremes- und salben nicht zu. Diese sei durch Dosiserhöhung nicht unbegrenzt steigerbar, erläuterte Weindl. Die Gründe dafür sind noch nicht geklärt. Die häufig verbreitete Angst vor Kortison sei bei der Anwendung auf der Haut in den meisten Fällen unbegründet, betonte er. Örtliche Nebenwirkungen treten bei sachgerechter Anwendung kaum und Nebenwirkungen in anderen Bereichen des Körpers praktisch nicht auf. Für letztere müsste eine ausreichende Menge des Wirkstoffs in den Blutkreislauf gelangen.

MP

So viele FTUs benötigt man für diese Körperteile

Gesicht und Nacken 2,5
Vorderer Oberkörper 7
Rücken 7
Arm 3
Hand 3
Bein 6
Fuß 2

Der aponet.de-Newsletter

Sie interessieren sich für aktuelle Gesundheits-Nachrichten? Probieren Sie das kostenfreie Newsletter-Abonnement von aponet.de und verpassen Sie keine Meldung mehr.

Ihr Apotheker informiert

Aktuelle Meldungen aus dieser Rubrik

Akupunktur hilft in den Wechseljahren

Wöchentliche Sitzungen könnten Frauen helfen, die keine Hormonersatztherapie wollen.

Fieber: Ist es Grippe oder eine Erkältung?

Viele Menschen kennen die Unterschiede zwischen beiden Erkrankungen nicht.

Gelenkersatz: Wie lange hält's?

Forscher haben die Lebensdauer von Hüft- und Knieprothesen untersucht.

Wenn Medikamente den Schlaf rauben

Bestimmte Arzneimittelgruppen stören häufiger als andere die Nachtruhe.

Welche Symptome für Keuchhusten sprechen

Die Erkrankung verläuft bei Erwachsenen oft untypisch und anders als bei Kindern.

Das schützt vor Makuladegeneration

Wer diese sieben Tipps beherzigt, trägt damit dazu bei, die Sehkraft im Alter zu erhalten.

Schmerztabletten während der Stillzeit?

Manche Präparate sind für junge Mütter besser geeignet als andere.

Wärme oder Kälte bei Schmerzen?

Wärmflasche oder Kühlakku: Was bei welchen Beschwerden hilft, erfahren Sie hier.

Bei Kinderwunsch Folsäure einnehmen

Experten empfehlen Frauen, schon vor Beginn der Schwangerschaft Folsäure einzunehmen.

Autofahrer: Aufpassen bei diesen Arzneien

Auch rezeptfreie Mittel können die Fahrtüchtigkeit einschränken.

Placebos für die Psychotherapie

Scheinmedikamente könnten unter Umständen auch auf die Psyche wirken.

Erster wirksamer Migräne-Antikörper

Ein neues Medikament ist in der Lage, die Zahl der Kopfschmerz-Tage zu halbieren.

Einen Überblick über alle Nachrichten bekommen Sie auf aponet.de unter Aktuelles.

Apotheke finden

Tagsüber
Notdienst
Alle Inhalte
schließen