Sie sind in: Startseite Aktuelles Ihr Apotheker informiert Gefährliches rotes Fleisch

Aktuelles

Rohes, saftiges Steak

Wer den Fettrand abschneidet, lebt gesünder. Trotzdem ist rotes Fleisch der Lebenserwartung nicht zuträglich.
© DAK

Di. 13. März 2012

Wer viel rotes Fleisch isst, stirbt früher

Der Verzehr von rotem Fleisch erhöht das Risiko, lebensbedrohliche Erkrankungen zu bekommen und dadurch früher zu versterben. Das zeigen Wissenschaftler der Harvard School of Public Health in Boston in den USA in einer neuen Studie, in die über 120.000 Menschen fast drei Jahrzehnte lang einbezogen waren.

Rotes Fleisch steht schon länger in dem Verdacht, Volkskrankheiten wie die Zuckerkrankheit, Herz-Kreislauf-Erkrankungen und Krebs zu fördern. Die amerikanischen Wissenschaftler haben nun Daten von über 120.000 Menschen analysiert, die sie über 28 Jahre immer wieder nach ihren Ernährungsgewohnheiten befragt hatten. Im Verlauf des Beobachtungszeitraumes waren fast 24.000 der Testpersonen verstorben, darunter fast 6.000 an Herz-Kreislauf-Erkrankungen und fast 9.500 an Krebs.

Anzeige

Die Wissenschaftler konnten dabei einen klaren Zusammenhang zwischen der Ernährung der Testpersonen und ihrer Sterblichkeit ziehen. Je mehr rotes Fleisch die Probanden verzehrten, desto größer war ihr Risiko, in den nächsten Jahren zu versterben. Insgesamt erhöhte der durchschnittliche Konsum von nur einer Portion rotem Fleisch am Tag die Sterblichkeitsrate um zwölf Prozent. Dabei war das Risiko umso höher, je stärker das Fleisch verarbeitet war. Eine Portion rotes Fleisch entspricht einem unverarbeiteten Stück Fleisch von 85 Gramm oder beispielsweise zwei Scheiben Speck (13 Gramm), einem Hot-Dog (45 Gramm) und einer Scheibe Salami (28 Gramm).

Bei Menschen, die das Fleisch gegen Geflügel, Fisch, Gemüse, Nüsse, fettarme Milchprodukte oder Vollkornprodukte ersetzten, trat genau das Gegenteil ein. Eine Portion Fisch am Tag reduzierte das Risiko für einen baldigen Tod um sieben Prozent, eine Portion Geflügel um 14 Prozent, eine Portion Nüsse sogar um 19 Prozent. Auch Gemüse, Vollkorn- und fettreduzierte Milchprodukte reduzierten die Sterblichkeit um zehn beziehungsweise 14 Prozent. Insgesamt haben die Experten errechnet, dass etwa 9,3 Prozent der krankheitsbedingten Todesfälle bei den Männern und 7,6 Prozent bei den Frauen vermeidbar wären, wenn sie nicht mehr als eine halbe Portion rotes Fleisch am Tag verzehrten.

KK

Der aponet.de-Newsletter

Sie interessieren sich für aktuelle Gesundheits-Nachrichten? Probieren Sie das kostenfreie Newsletter-Abonnement von aponet.de und verpassen Sie keine Meldung mehr.

Ihr Apotheker informiert

Aktuelle Meldungen aus dieser Rubrik

Wie viel Sport macht glücklich?

Eine neue Studie zeigt: Mehr ist nicht unbedingt besser für die Psyche.

Salz: Schädlich oder nicht?

Eine große Studie kommt zu einem überraschenden Ergebnis.

Sehschwäche in der Schwangerschaft

Bei diesen Symptomen sollten Schwangere sofort einen Augenarzt aufsuchen.

Sommer: Augen vor Infektionen schützen

Beim Schwimmen im Freibad, See oder Meer lauern einige Gefahren.

Vollkorn für gesunde Zähne

Vollkornprodukte haben einen schützenden Effekt auf Zähne und Zahnfleisch.

Checkliste: So wird die Küche glutenfrei

Wer unter einer Zöliakie leidet, dem schaden bereits kleinste Weizen-Krümel.

Diabetes: Abnehmen rettet Betazellen

Eine Gewichtsabnahme kann die Stoffwechselkrankheit stoppen.

Ohnmacht: Ursache kann gefährlich sein

Eine kurze Bewusstlosigkeit sollte daher immer ärztlich abgeklärt werden.

Thema der Woche: Reisen mit Krebs

Mit sorgfältiger Planung ist das kein Tabu. Eine Expertin erklärt, worauf zu achten ist.

Diät: Helfen kleine Teller doch nicht?

Wer Hunger hat, lässt sich von der Tellergröße nicht austricksen.

Hitze beeinträchtigt Medikamente

Einige Arzneimittel bergen bei den aktuellen Temperaturen Risiken.

Hitzewellen könnten mehr Tote fordern

Die extreme Hitze könnte in Zukunft für immer mehr Menschen gefährlich werden.

Einen Überblick über alle Nachrichten bekommen Sie auf aponet.de unter Aktuelles.

Apotheke finden

Tagsüber
Notdienst
Alle Inhalte
schließen